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Der Eingang zum Versteck - dahinter nur wenige Zentimeter Platz für die Flüchtlinge.
© Bundespolizei Waidhaus

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Michael Buchner
© Bundespolizei Waidhaus

Der Eingang zum Versteck - dahinter nur wenige Zentimeter Platz für die Flüchtlinge.

In den vergangenen Tagen haben sich Einschleusungen von Migranten gehäuft. Das hat die Bundespolizei Waidhaus jetzt mitgeteilt. Die Beamten konnten insgesamt 14 Flüchtlinge aufgreifen.

Versteck war nur schwer zu entdecken

Die Bayerische Grenzpolizei stellte in Zusammenarbeit mit Fahndern bereits am Sonntag auf dem Autobahnparkplatz Ulrichsbergs Nord der A6 bei Waidhaus im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sechs Iraker und drei Iraner fest. Sie waren in einem britischen Mercedes Sprinter mit eingebauten Zwischenwänden entdeckt worden. Das Versteck hinter einer doppelten Wand war so präpariert, dass es nur sehr schwer über den Laderaum gesehen werden konnte.

"Es zeugte von einer guten, handwerklich professionellen Arbeit." Mitteilung der Bundespolizei

Ein 38-jähriger Litauer mit Wohnsitz in Großbritannien wurde bei der Schleusung festgenommen. Er hatte die Flüchtlinge in Rumänien in das Fahrzeug geladen und war für einen "Schleuserlohn" von 1.000 Euro in Richtung Deutschland gefahren. Er wollte die Flüchtlinge - drei Iraner im Alter von 24 und 35 Jahren, drei Iraker (28 und 37 Jahre) und eine irakische Familie (35-jähriger Mann, seine 33-jährige irakische Frau mit ihrem achtjährigen Sohn) - am ersten Autobahnparkplatz auf deutschem Gebiet "aussetzen". Der Schleuser wurde einem Haftrichter am Amtsgericht Weiden vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehl erließ. Die irakische Familie wurde an die Erstaufnahmeeinrichtung nach Regensburg, die restlichen sechs Männer nach Tschechien zurück gebracht.

Vom zweiten Schleuser fehlt jede Spur

Tags darauf tauchte an gleicher Stelle auf der A6 erneut ein britischer Sprinter, ebenfalls mit eingebauten Zwischenwänden, auf. Der Fahrer war bereits verschwunden. Aus dem engen Versteck krochen fünf junge Syrer. Auch sie waren von Rumänien nach Deutschland gebracht worden. Bis zu zwölf Stuten waren die Flüchtlinge laut Polizei in ihrem engen Versteck. Der Minderjährige wurde in eine Jugendeinrichtung gebracht, die anderen vier Syrer kamen nach Regensburg in die Ersthilfeeinrichtung. Von dem Schleuser fehlt jede Spur.

Nur wenig Platz war hinter der Zwischenwand. Hier wurden die Flüchtlinge nach Deutschland geschleust.

Nur wenig Platz war hinter der Zwischenwand. Hier wurden die Flüchtlinge nach Deutschland geschleust.