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14-Jähriger verschickt Drohmails und löst Polizeieinsatz aus | BR24

© BR/Anne-Lena Schug

Mehrere Streifenwagen waren am Mittwoch in der Regensburger Altstadt wegen der vermeintlichen Bedrohung unterwegs.

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    14-Jähriger verschickt Drohmails und löst Polizeieinsatz aus

    Ein Dummerjungenstreich war verantwortlich für den Großeinsatz der Polizei am Mittwoch in Regensburg. Ein 14-Jähriger hatte anonyme Drohmails an seine Mutter und deren Freundin verschickt. Eine Erklärung für seine Tat hat der Jugendliche nicht.

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    Der große Polizeieinsatz in der Regensburger Innenstadt am Mittwoch ist von einem 14-Jährigen ausgelöst worden. Der Jugendliche hatte in den sozialen Medien anonym Drohnachrichten an seine Mutter und deren Freundin verschickt, wie die Polizei am Tag darauf mitteilte.

    Polizei betreute die Opfer

    Die beiden 38 und 48 Jahre alten Frauen hatten am Mittwochmittag die Polizei alarmiert. Daraufhin waren mehrere Streifen von verschiedenen Regensburger Polizeidienststellen in der Altstadt im Einsatz. Die beiden Frauen waren offenbar so verunsichert, dass sie von der Polizei betreut werden mussten.

    Jugendlicher ist geständig

    Die anschließenden Ermittlungen führten die Beamten dann auf die Spur des 14-Jährigen, den Sohn der älteren Frau. Der Jugendliche räumte die Tat inzwischen ein. Warum er die Drohbotschaften an seine Mutter und ihre Freundin verschickte, konnte er der Polizei zufolge selbst nicht erklären. Über den genauen Inhalt der Nachrichten machte die Polizei keine Angaben.

    Genaue Strafe ist noch unklar

    Der Jugendliche ist strafmündig. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Bedrohung. Die Tat kann laut Polizeisprecher Dmitri Schreiber mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden, allerdings seien auch Sozialstunden oder ein Arrest denkbar. Außerdem prüfen die Beamten derzeit, ob dem 14-Jährigen die Einsatzkosten in Rechnung gestellt werden können.

    Ein Einsatz in einem solchen Ausmaß wegen anonymer Drohnachrichten ist Schreiber zufolge "die absolute Ausnahme". Allerdings gehe er von einer hohen Dunkelziffer aus, bei der die Betroffenen die unbekannten Verfasser solcher Mitteilungen im Netz einfach blockierten.

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