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133 neue Polizistinnen und Polizisten in Würzburg vereidigt | BR24

© BR Fernsehen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat in Würzburg rund 130 Polizeianwärtern den Diensteid abgenommen. Die Zeremonie fand in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie in kleinerem Rahmen statt als sonst statt.

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133 neue Polizistinnen und Polizisten in Würzburg vereidigt

Im Beisein von Innenminister Herrmann sind am Würzburger Ausbildungsstandort der Bereitschaftspolizei 133 Polizeianwärterinnen und Anwärter vereidigt worden. Wegen der Corona-Pandemie fand die Zeremonie dieses Jahr in kleinerem Rahmen statt.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat am Freitag 133 neu eingestellten Polizistinnen und Polizisten am Ausbildungsstandort Würzburg den Diensteid abgenommen. Die Zeremonie in der Kaserne der III. Bereitschaftspolizeiabteilung war die letzte von insgesamt sechs Vereidigungsveranstaltungen, die Herrmann seit Ende Juni an den bayerischen Ausbildungsstandorten durchgeführt hat. Wegen Corona wurde die ansonsten übliche zentrale Vereidigung in Nürnberg durch mehrere kleinere Vereidigungen der insgesamt rund 1.600 Polizeianwärterinnen und Anwärter ersetzt. Die Zeremonie wurde live ins Internet übertragen, um Angehörigen zumindest die virtuelle Teilnahme zu ermöglichen.

Herrmann erwartet psychologische und kommunikative Fähigkeiten

In seiner Ansprache bezeichnete Herrmann die neuen Polizistinnen und Polizisten als "die Zukunft der bayerischen Polizei". Sie seien Teil einer Generation, die für einen selbstsicheren Umgang mit der auch im Polizeidienst immer wichtigeren Digitalisierung stehe. Angesichts der gegenwärtigen Diskussion um Gewalt gegen und auch durch Polizistinnen und Polizisten seien psychologische und kommunikative Fähigkeiten immer wichtiger, so Herrmann. Dem BR sagte Herrmann, dass die zweieinhalbjährige Ausbildung in Bayern dafür sorge, "dass Verhältnisse wie in den USA, wo Polizisten nach acht Monaten Grundausbildung auf die Straße geschickt werden, in Bayern undenkbar" seien.

Ein Drittel der neuen Polizeibeamten ist weiblich

Nach wie vor sei der Polizeiberuf bei jungen Menschen äußerst gefragt. So hätten sich die heuer 1.600 Anwärterinnen und Anwärter in Einstellungstests unter insgesamt 12.800 Bewerbungen durchgesetzt. Die Zusammensetzung entspreche dabei zunehmend "der Vielfalt der Gesellschaft", so Herrmann. Mittlerweile sei rund ein Drittel der neuen Polizeibeamten weiblich. Es gebe inzwischen auch mehr Anwärterinnen und Anwärter, wo die Eltern oder Großeltern aus anderen Ländern nach Deutschland zugewandert seien.

© BR/Jochen Wobser

Innenminister Joachim Herrmann bei seiner Ansprache

Polizeiausbildung in Corona-Zeiten mit weniger Präsenzunterricht

Zur Ausbildung in Theorie und Praxis gehören unter anderem Kommunikation, Persönlichkeitsbildung, Verkehrsrecht, Gefahrenabwehr, Schießen, Selbstverteidigung und Praktika in Polizeidienststellen und im Streifendienst. Für die Würzburger Auszubildenden ist die ehemalige Mainaukaserne in der Zellerau dabei zugleich Ausbildungsort, Wohn- und Schlafstätte. Wegen der Corona-Pandemie mussten auch die jungen Polizistinnen und Polizisten bisher Teile der Ausbildung als "Homeschooling" und ohne Präsenzunterricht absolvieren.

Innenminister will Polizei personell verstärken

Wie Joachim Herrmann unlängst verkündet hat, soll die bayerische Polizei in den nächsten Jahren personell verstärkt werden. So soll in den Jahren 2017 bis 2023 die Zahl der Polizistinnen und Polizisten um 3.500 erhöht werden. 2023 soll es dann laut Herrmann mit mehr als 45.000 Stellen den bisherigen Höchststand geben. Für Unterfranken hat Herrmann angekündigt, das Polizeipräsidium bis zum Jahr 2025 um 339 Stellen zu verstärken. Die Aufstockung ergibt sich auf der Basis eines Berechnungsmodells, bei dem die Arbeitsbelastung, die Bevölkerungszahl und die Fläche einbezogen werden. Zum 1. September 2020 soll Unterfranken zunächst 64 neue Polizeibeamte bekommen – 18 mehr als in den Ruhestand gehen.

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