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12 Millionen Euro fehlen im Haushalt der Diözese Würzburg | BR24

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Der Sparkurs im Bistum Würzburg dauert an. Zu Beginn des Jahres fehlen 12 Millionen Euro. Auch deshalb will sich die Diözese verschlanken: Statt der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften soll es 39 "pastorale Räume" geben.

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12 Millionen Euro fehlen im Haushalt der Diözese Würzburg

Der Sparkurs im Bistum Würzburg dauert an. Zu Jahresbeginn fehlen 12 Millionen Euro im Haushalt. Auch in der Verwaltung will sich die Diözese verschlanken: Statt der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften soll es künftig 39 "pastorale Räume" geben.

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Mit einer schlankeren Verwaltungsstruktur reagiert das Bistum Würzburg auf seine angespannte Finanzlage. Außerdem will das Bistum die Seelsorge umstrukturieren, weil die Zahl der Seelsorger nach wie vor sinkt. Anstelle von bisher 178 Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften sollen 39 sogenannte "pastorale Räume" entstehen, wie Bischof Franz Jung bei einer Pressekonferenz sagte. Die derzeitige Erprobungsphase dazu soll im Oktober 2020 enden.

Haushalt der Diözese weist Minus auf

Das Minus im Haushalt der Diözese Würzburg beläuft sich derzeit auf insgesamt 12 Millionen Euro. Wie Andreas Hammer, stellvertretender Finanzdirektor der Vorstellung sagte, hätte sich der Fehlbetrag somit um nur 3 Millionen Euro verringert. Grund dafür sei, dass sich das Baumoratorium bislang noch kaum auswirken konnte. Im vergangenen Jahr hat das Bistum einen Baustopp für neue Sanierungsarbeiten ausgerufen.

Baumoratorium wirkt sich bislang kaum aus

Frühestens ab dem Haushaltsjahr 2021 seien allerdings spürbare finanzielle Auswirkungen durch den Sanierungsstopp zu erwarten. Um Kosten zu senken, würde das Bistum derzeit auch darüber nachdenken, freiwerdende Stellen nicht neu zu besetzen. Allein die Personalausgaben liegen 2020 nämlich bei 127 Millionen Euro. Daneben schlagen die Aufwendungen im Bereich Bau für das laufende Jahr mit rund 27,4 Millionen Euro zu Buche.

Einnahmen aus Kirchensteuer sinken im Bistum

Gleichzeitig sind die Kirchensteuereinnahmen im Bistum zurückgegangen: Eine Million Euro hat das Bistum heuer im Vergleich zum Vorjahreshaushalt weniger zur Verfügung. Grund dafür seien, so Hammer, zum einen der demographische Wandel, zum anderen die Kirchenaustritte. Auch künftig rechne er mit sinkenden Einnahmen aus den Kirchensteuern.

Bischof will Missbrauchsopfer entschädigen

Bischof Franz Jung äußerte sich auch zu Entschädigungen von Missbrauchsopfern. Ob die Zahlungen aus den Kirchensteuermitteln oder aus denen des Bischöflichen Stuhls entnommen werden, wird noch geklärt. Bischof Jung fügte hinzu, dass er die Debatte grundsätzlich unglücklich finde, weil man so die Betroffenen gegen die Kirchenmitglieder ausspiele. Die Höhe der Beträge werde Mitte des Jahres bekanntgegeben.

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Von
  • Carolin Hasenauer
  • BR24 Redaktion
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