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#112live: Rettungsdienste twittern Einsätze | BR24

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Feuerwehreinsätze in Augsburg, Fürth und München lassen sich heute bei Twitter verfolgen. Die Berufsfeuerwehren wollen damit einen Einblick in ihre Arbeit geben. Anlass für das "Twittergewitter" ist der heutige europäische Tag des Notrufs.

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#112live: Rettungsdienste twittern Einsätze

Zwölf Stunden Live-Berichte: So wollen die Berufsfeuerwehren in München, Augsburg und Fürth bei Twitter über ihre Arbeit informieren. Anlass für das "Twittergewitter" ist der heutige europäische Tag des Notrufs.

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In Deutschland informieren die Feuerwehren heute über ihre Arbeit und twittern darüber – zwölf Stunden lang. Von 8.00 bis 20.00 Uhr können die Nutzer unter den Hashtags #fuerth 112, #augsburg112 und #muenchen112 die Einsätze der dortigen Berufsfeuerwehren in Bayern verfolgen.

In der ersten Tageshälfte geht es verstärkt um Notruf-Einsätze. Die Münchner Feuerwehr twitterte gleich zu Beginn der Aktion, dass sie einen Angestellten eines Bekleidungsgeschäfts aus einem steckengebliebenen Aufzug befreit hat.

"Twittergewitter" jetzt schon großer Erfolg

Bei Twitter ist die Aktion schon jetzt ein großer Erfolg. Noch am Morgen war die Verleihung der Grammy Awards auf Platz eins bei Twitter, jetzt sei es die Twitteraktion von 41 Berufsfeuerwehren, so Stefan Kieskalt von der Feuerwache 4 in München Schwabing.

"Der Hintergrund der Aktion ist, den Tag des europäischen Notrufs zu nutzen, um die Notrufnummer 112 publik zu machen, aber auch aufzuklären, was ist der richtige Notruf, wann ruft man in der Leitstelle die 112 an, wann ist es kein Notfall für die Leitstelle. Wenn jemand abends Fieber hat, dann muss er zum ärztlichen Bereitschaftsdienst und nicht zur Feuerwehr verbunden werden und dementsprechend klären wir da auch auf." Stefan Kieskalt

Die Feuerwehr in München twittert bereits seit 2009 und hat inzwischen etwa 27.000 Follower, heute sollen es deutlich mehr werden. Denn in den sozialen Netzwerken könne die Feuerwehr schnell wichtige Informationen weitergeben, so Stefan Kieskalt. Eine allgemeine Auskunft oder Telefonseelsorge ist die 112 nicht, so viel ist klar. Dennoch gebe es immer wieder Falschanrufe, so Kieskalt. In der Münchner Leitstelle sind 17 Telefonarbeitsplätze rund um die Uhr besetzt, um die richtigen Anrufe an Feuerwehr und Rettungskräfte weiterzuleiten.

Infos zu Noteinsätzen auf Twitter

Um 9.21 Uhr löste laut der Feuerwehr dann die Brandmeldeanlage der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität aus.

In Fürth rückte die Feuerwehr am Morgen zu einer "unklaren Rauchentwicklung" aus. Der Kaminbrand konnte erfolgreich gelöscht werden.

Feuerwehr-Fakten inklusive

Neben konkreten Einsätzen erfährt der User aber auch interessante Fakten über die Feuerwehr - zum Beispiel, dass heute in München 256 Beamte und Beamtinnen im Einsatz sind. Oder dass die Münchner Feuerwehr im letzten Jahr 2,3 Millionen Kilometer gefahren ist - 58 mal um die Erde.

Am Nachmittag wird es dann auch um Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten bei der Feuerwehr gehen. Auch in anderen Social-Media-Kanälen geht es um das Thema Notruf, etwa auf Facebook und Instagram.

Sie können aber auch erfahren, wie oft der Notruf am Tag gewählt wird und in welchem Fall man besser nicht anrufen sollte. Vor allem aber geht es darum, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird: Welche Information man zuerst nennen sollte und warum man unbedingt am Telefon bleiben sollte, bis alle Nachfragen geklärt sind.

Erstmals bundesweite Aktion

Deutschlandweit nehmen 41 Feuerwehren an dem sogenannten "Twittergewitter" teil. Der bundesweite Hashtag lautet #112live. Es ist die erste bundesweite Aktion dieser Art. Sie geht unter anderem auf eine Initiative der Münchner Feuerwehr zurück. Die twittert bereits seit 2009.

Auch bei der Polizei gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Aktionen, bei denen über Notrufeinsätze getwittert wurde.

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Immer wieder machen Anrufer beim Notruf 112 einen gefährlichen Fehler.