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110 Tonnen Spenden: Space-Eye beendet Sammelaktion | BR24

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Space-Eye aus Regensburg beendet seine Sammelaktion für Menschen in griechischen Flüchtlingslagern. Ursprünglich war nur ein Hilfstransport geplant. Am Ende kamen Spenden für 13 Sattelschlepper zusammen.

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110 Tonnen Spenden: Space-Eye beendet Sammelaktion

Space-Eye aus Regensburg beendet seine Sammelaktion für Menschen in griechischen Flüchtlingslagern. Ursprünglich war nur ein Hilfstransport geplant. Am Ende kamen Spenden für 13 Sattelschlepper zusammen.

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Die Hilfsorganisation Space-Eye aus Regensburg beendet heute ihre Sammelaktion für Menschen in griechischen Flüchtlingslagern und zieht eine positive Bilanz. Ursprünglich sei nur ein Hilfstransport geplant gewesen, am Ende werden es 13 Sattelschlepper sein, die das gesammelte Material nach Griechenland bringen, sagte Michael Buschheuer von Space-Eye.

Große Hilfsbereitschaft und ehrenamtliches Engagement

Insgesamt sind laut der Organisation unter anderem über 13.000 Schlafsäcke, etwa 40.000 Pullover, mehr als 30.000 Jacken, rund 40.000 Mützen, etwa 400 Kartons Windeln sowie 60.000 Portionen Babynahrung für die Menschen in den Lagern zusammengekommen. „Es ist überragend, wie viele Menschen sich engagiert haben und was als Ergebnis rausgekommen ist. Ich bin begeistert, dass so etwas möglich ist“, sagte Buschheuer dem BR.

Aktion startete kurz vor Weihnachten

Der Gründer von Space-Eye und der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye hatte die Aktion kurz vor Weihnachten mit einer Videobotschaft im Internet ins Leben gerufen. Daraufhin organisierten sich seitdem dutzende Helfer selbst und halfen, die Sachspenden anzunehmen, zu sortieren und in die Transport-Container zu laden.

Zusätzliche Lagerhalle erforderlich

Da auf Buschheuers Firmengelände schnell der Platz für die Hilfsgüter ausging, mussten die Helfer zum Sortieren der Ware in eine leerstehende Lagerhalle am Regensburger Hafen umziehen. „Es war, als hätte man einen Wasserhahn geöffnet. Die Leute hatten schon alle den Gedanken, sie müssten etwas tun und dann war es plötzlich möglich. Wir haben viel empathische Kraft freisetzen können", so Buschheuer.

110 Tonnen Hilfsgüter für Flüchtlinge auf Samos, Lesbos und Kos

Die insgesamt rund 110 Tonnen Hilfsgüter kommen Menschen in Lagern auf Samos, Lesbos und Kos zu Gute. Auch vor Ort helfen Space-Eye-Unterstützer bei der Verteilung der Spenden. "Theoretisch bekommt jeder Flüchtling auf den griechischen Inseln einen Karton von uns, über 40.000 sind das. Das ist wie ein Care-Paket damals nach dem Zweiten Weltkrieg“, sagte der Space-Eye Gründer.

Auch in anderen Städten wurde gesammelt

Vor allem in Regensburg wurde in den letzten Wochen viel gesammelt, aber auch in zahlreichen anderen Städten haben Freiwillige Sammelstellen für die Aktion eingerichtet. So zum Beispiel in Amberg, Schwandorf oder Berlin. Auch wenn die Sammelaktion jetzt beendet wird, sollen die Organisationsstrukturen aufrechterhalten bleiben, um sie bei Bedarf wieder reaktivieren zu können, sagte Buschheuer.

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