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100 Paketfahrer protestieren vor DPD-Hauptsitz

Rund 100 Mitarbeiter von Subunternehmen des Paketzustellers DPD haben am Mittag in der Aschaffenburger Wailandtstraße demonstriert. Vor der DPD-Zentrale forderten sie Tarifverträge mit gerechten Arbeits- und Einkommensbedingungen.

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Die Paket-Zusteller waren am Morgen mit plakatierten Transportern, die das DPD-Logo tragen, in Mintraching im Landkreis Regensburg gestartet. Auf die Transporter waren Protestplakate mit Sprüchen wie "Wir sind keine Sklaven" und "Wir wollen gesetzmäßige Arbeitszeiten" geklebt.

DPD-Sprecherin Pia-Maria Zecevic kann die Demonstration heute nicht verstehen. Sie habe wiederholt das Gespräch mit den Organisatoren der Protestfahrt gesucht aber die seien nicht gesprächsbereit gewesen.

"Unsere Zusteller leisten eine enorm wichtige Arbeit. Faire Arbeitsbedingungen sind uns wichtig und wir sind nach wie vor bereit, diese gemeinsam am runden Tisch zu besprechen. Wir haben einen regelmäßigen Austausch mit unseren Systempartnern und Mindestlohn und Arbeitszeiten sind klar geregelt in unserem Vertragswerk. Wir wüssten jetzt in diesem konkreten Fall gerne, über welche Probleme wir eigentlich im Speziellen reden und deshalb wäre es umso wichtiger, in den gemeinsamen Dialog zu treten." Pia-Maria Zecevic, DPD-Sprecherin

Verdi unterstützt die Aktion

Die Servicepartner und ihre Beschäftigten fordern Tarifverträge mit gerechten Arbeits- und Einkommensbedingungen. Unterstützt wird die Aktion von der Gewerkschaft Verdi. Die Beschäftigten der Subunternehmer sind zwar nicht gewerkschaftlich organisiert, dennoch ist Hans-Peter Konrad von ver.di Bayern bei der Protestaktion dabei gewesen. Er sagte dem BR:

"Das große Problem ist das Sub-Subunternehmertum. Es wäre gelöst, wenn DPD alle seine Mitarbeiter im Mutterkonzern anstellen und nicht in Subunternehmen auslagern würde. Dann würden die Tarifverbindungen auch für alle gelten." Hans-Peter Konrad, ver.di Bayern