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Grüne Energie im Grünen: Ministerpräsident Söder hatte den Bau von 100 Windrädern in den Bayerischen Staatsforsten versprochen.

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    100 neue Windräder: Söders Ziel laut SPD nicht erreichbar

    Ministerpräsident Söder wollte 100 Windräder in bayerischen Staatswäldern errichten lassen – unter Beachtung der 10 H-Abstandsregel. Nun wurde auf Anfrage der SPD ein Gutachten dazu öffentlich: Die angedachten Standorte sind wohl ungeeignet.

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    • BR24 Redaktion

    Das Potenzial für 100 neue Windräder auf Flächen der bayerischen Staatsforsten ist laut einem Gutachten im Auftrag der bayerischen Staatsregierung nur gering. Das geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor.

    SPD: "Söder kann sein Wort nicht halten."

    Die SPD folgert daraus, dass die von Ministerpräsident Söder angekündigten 100 Windräder nicht gebaut werden: "Söder kann sein Wort nicht halten und muss nun zurückrudern", kritisiert Annette Karl, energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Sie hält die nach wie vor gültige 10 H-Regelung für das Hauptproblem der Windkraft in Bayern und fordert deren Abschaffung.

    10 H-Regel gebietet Mindestabstand zu Wohngebäuden

    Im Sommer 2019 hatte Markus Söder mit der Ankündigung überrascht, 100 Windräder in bayerischen Staatswäldern unter Beachtung der 10 H-Abstandsregel errichten lassen zu wollen.

    Für rund 100.000 Euro ließ die Staatsregierung daraufhin das Windkaftpotenzial in den Staatsforsten untersuchen. Das Ergebnis wurde erst jetzt öffentlich: Die Gutachter, eine Anwaltskanzlei und die Firma "Ostwind", sehen bei den anvisierten Standorten in den Staatsforsten nur geringes Potenzial.

    Staatsregierung sucht andere Möglichkeiten

    Die Staatsregierung kündigt in ihrer Antwort an die SPD-Fraktion an, man werde sich jetzt auf andere Möglichkeiten des Windkraftausbaus konzentrieren. Kommunen sollen verstärkt bei der Erstellung von Bauleitplänen unterstützt werden. Denn ein Bebauungsplan erlaubt es, sich im Einzelfall über die 10 H-Regel hinwegzusetzen. Allerdings sind solche Verfahren in der Praxis für die Kommunen teuer, langwierig und personalintensiv, wenn es dagegen Einsprüche gibt.

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