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100 Jahre DJK: Mit christlichen Werten Sport treiben | BR24

© picture alliance / Marco Wolf

Symbolbild: DJK Rimpar gegen SG BBM Bietigheim 2019

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    100 Jahre DJK: Mit christlichen Werten Sport treiben

    Viele Spitzensportler - etwa Dirk Nowitzki - haben einmal beim katholischen Sportverband DJK begonnen. Der bundesweite Verband will christliche Werte vermitteln und Brücken bauen zwischen Kirche und Sport - inzwischen seit 100 Jahren

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    Die 15-jährige Romy spielt seit der Grundschule Fußball beim DJK Eichstätt. Dass es sich dabei um einen katholischen Fußballverein handelt, ist für Romy weniger entscheidend. Vielmehr geht es ihr um den Sport und um die Gemeinschaft. "Unser Zusammenhalt ist der Wahnsinn."

    Beim DJK trainieren nicht nur Katholiken

    Romy ist nicht katholisch, beim DJK Eichstätt ist sie dennoch willkommen. Das Wichtigste sei, die Kinder fit zu machen, nicht nur körperlich, sondern auch in ihrer Persönlichkeit, sagt Trainer und Vorstand beim DJK Eichstätt Roland Geyer. "Wir versuchen, wie jeder andere Verein, die Kinder zu stärken." Es gehe auch darum, ihnen den Umgang mit Niederlagen beizubringen. "Niederlagen hat man immer wieder im Leben und dass man den Kopf dann wieder aufrichtet und dass sie sich als Mannschaft gegenseitig stärken. Wir vermitteln ihnen eben Werte, aber das machen andere Vereine genauso."

    Die Freuden des Lebens teilen

    Sport, Gemeinschaft und christliche Werte – das sind laut Satzung die Grundanliegen des katholischen Verbands "Deutsche Jugendkraft". Die DJK unterscheidet sich vor allem in der Verbandsstruktur von anderen Sport-Verbänden. Diese ist nach Bistümern organisiert und steht unter kirchlicher Aufsicht. "Sport um der Menschen willen" ist das Leitmotiv der DJK. Für den Sport-Theologen Thorsten Kapperer, aktueller denn je. In der Kirche gehe es immer den Menschen. "Wir sind keine geschlossene Veranstaltung, die nur der Selbsterhaltung dient. Die Sache Jesus ist ausgerichtet auf die Menschen. Mit ihnen zu schauen, wie können wir gemeinsam durchs Leben gehen, bei Beerdigungen, wenn Tod und Trauer im Gespräch sind. Aber auch so, wie können wir prinzipiell die Freuden des Lebens teilen."

    Harte Jahre in der NS-Zeit

    Das Motto der "Deutschen Jugendkraft" kommt offensichtlich an. Deutschlandweit hat der Verband nach eigenen Angaben fast eine halbe Million Mitglieder in mehr als tausend Ortsvereinen. Doch es gab auch schwere Tage in der 100-jährigen DJK-Geschichte. Im Nationalsozialismus wurden die ersten Ortsvereine des DJK bereits 1933 aufgelöst. 1934 wurde der Reichsführer der DJK von der Gestapo erschossen und 1935 wurde die "Deutschen Jugendkraft" in ganz Deutschland verboten.

    Vom Sport für die Kirche lernen

    85 Jahre später, also heute sieht sich der DJK-Sportverband als Mittler zwischen Kirche und Sport, orientiert an christlichen Grundsätzen. Dabei könne die Kirche viel vom Sport lernen, sagt der bekennende VfB-Stuttgart-Fan und Pastoralreferent Thorsten Kapperer, der bei dem kleinen unterfränkischen Fussballverein SG Karsbach auch selbst als Spieler aktiv ist. Im Fußball gehe es oft um Bilder, Fußball drücke sich verständlich aus. "Unsere Aufgabe ist es, wie können wir das so transportieren, dass die Leute es gut verstehen und ein Blick auf den Fußball-Platz kann da sehr hilfreich sein."

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