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100 Jahre Bildungsstätte Burg Rothenfels | BR24

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Burg Rothenfels

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100 Jahre Bildungsstätte Burg Rothenfels

Wer durch das Maintal fährt, von Lohr nach Marktheidenfeld, der kommt an Rothenfels vorbei. Überragt wird das kleine Städtchen von der Burg Rothenfels. Ein beeindruckender Bau aus rotem Sandstein mit langer Geschichte.

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Die letzten 100 Jahre der Geschichte von Burg Rothenfels wurden an diesem Wochenende gefeiert. Denn 1919 hat das begonnen, was heute eine christlich geprägte Bildungs- und Begegnungsstätte von internationalem Ruf ist. Keine mittelalterlichen Fanfaren, sondern poppige Trompeten erklingen zum Festakt im Rittersaal. Und das trifft wohl ganz gut den Geist, der hier auf der Burg Rothenfels herrscht: Das Leben in der Gegenwart verbunden mit der Tradition - einer christlich geprägten Tradition, die ihren Ursprung in der Quickborn-Bewegung hat:

„Quickborn entstand nach dem Ersten Weltkrieg, das ist eine Bewegung von Schülern und Studenten gewesen. Es gehört zu den Bündischen Bewegungen wie die Wandervögel oder die Pfadfinder, und Quickborn ist der katholische Teil dieser Jugendbewegung.“ Mathilde Schaab-Hench, Freunde der Burg Rothenfels

Keine "Klosteratmosphäre"

Dass die Burg heute eine Bildungseinrichtung ist, die sich mit der Entwicklung des christlichen Glaubens auseinandersetzt, war schon im Ursprung begründet. Junge gläubige Menschen wollten verstehen, mitreden und sich einmischen. Was nicht heißt, dass auf Burg Rothenfels die sprichwörtliche Kloster-Atmosphäre herrscht – ganz im Gegenteil, sagt Niklas Krieg, der Sprecher des Burg-Rats:

„Wenn Sie in unser Programm sehen, werden Sie sehen, dass hier viel musiziert wird, viel getanzt wird. Das Religiöse schwingt bei vielen Veranstaltungen im Hintergrund mit.“ Niklas Krieg, Sprecher des Burg-Rats

Auch ein späterer Papst war schon da

Und diese Angebote werden gerne wahrgenommen. Über 20.000 Übernachtungen pro Jahr kann die Burg verzeichnen, in der Bildungsstätte und der angegliederten Jugendherberge. Auch angesehen Theologen kommen seit jeher immer wieder nach Rothenfels. So hat 1976 beispielweise mit einem Dogmatiker namens Joseph Ratzinger sogar ein späterer Papst auf der Burg seine Spuren hinterlassen, so wie auch der „Kirchen-Rebell“ Eugen Drewermann, der immer wieder zu Vorträgen kommt. Zum Festakt der 100-Jahr-Feier waren am Wochenende viele von weither angereist, die schon seit ihrer Jugend die Burg Rothenfels kennen. Und sie alle eint wohl eines – der besondere „Geist von Burg Rothenfels“.