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100 Flüchtlinge in die Oberpfalz geschleust: Heute Urteil | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

In einem Revisionsprozess gegen das mutmaßliche Mitglied einer internationalen Schleuserbande soll heute das Urteil fallen.

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    100 Flüchtlinge in die Oberpfalz geschleust: Heute Urteil

    In einem Revisionsprozess gegen das mutmaßliche Mitglied einer internationalen Schleuserbande soll am Regensburger Landgericht heute das Urteil fallen. Der Angeklagte soll an der Schleusung von fast 100 Menschen beteiligt gewesen sein.

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    Schon zum zweiten Mal steht der 39 Jahre alte Angeklagte in der Oberpfalz vor Gericht. Er soll als Mitglied einer Schleuserbande die illegale Einreise von fast 100 Migranten aus Syrien, dem Iran und dem Irak in die Oberpfalz organisiert haben. Vom Landgericht Weiden wurde er dafür im Mai 2019 wegen gewerbs- und bandenmäßiger Schleuserdelikte zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Heute wird am Landgericht Regensburg das Urteil im Revisionprozess erwartet.

    BGH kassierte erste Urteil

    Weil der Bundesgerichtshof das Urteil kassiert hatte, wurde der Fall jetzt seit April zum zweiten Mal vor dem Regensburger Landgericht verhandelt. Es besteht laut BGH der Verdacht, dass der Angeklagte zumindest für einen Teil der ihm zur Last gelegten Taten bereits in einem früheren Verfahren von einem Sonderstrafgericht in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zur Rechenschaft gezogen wurde. Diese Frage sollte nun das Landgericht Regensburg prüfen.

    Acht Transporte in die Oberpfalz

    Der gebürtige Iraker war selber als Flüchtling nach Bulgarien gekommen. Als Mitglied der Schleuserbande soll er in Sofia eine Art Pension betrieben haben, in der er ankommende Flüchtlinge beherbergte und dann ihre Weiterreise in Richtung Deutschland organisierte. Die Migranten wurden - versteckt in umgebauten Kleintransportern oder auf Lkw-Ladeflächen - über Tschechien in die Oberpfalz gebracht und dann stets kurz hinter der Grenze abgesetzt. Insgesamt acht solcher Transporte mit fast 100 Migranten sollen stattgefunden haben.

    Der Angeklagte war in den früheren Verfahren geständig. Er sitzt bereits seit zwei Jahren in Untersuchungshaft.

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