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100-Bäume-Projekt in Landshut: Umstrittener 31. Baum gepflanzt | BR24

© Marianne Forster

Im Rahmen des 100-Bäume-Projekts in Landshut wurde heute der insgesamt 31. Baum gepflanzt - der Weg dahin war nicht leicht

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    100-Bäume-Projekt in Landshut: Umstrittener 31. Baum gepflanzt

    100 Bäume sollen in den nächsten Jahr in der Sozialen Stadt Nikola in Landshut gepflanzt werden - damit sich die Bürger hier wohl fühlen. Jetzt wurde der 31. Baum gepflanzt. Doch der Weg dahin war nicht immer einfach.

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    Das 100-Bäume-Programm der Sozialen Stadt Nikola in Landshut geht voran: Heute wurde der 31. Baum gepflanzt. Die Winterlinde steht jetzt am Bismarckplatz - hier ist es der dritte neue Baum.

    Nicht alle Stadträte für Baumpflanzung

    Neben den Baumspendern - meist Bürger - war auch Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) beim Baumpflanzen dabei. Er ging in seiner Rede auf den beschwerlichen Weg bis zur Pflanzung der Winterlinde ein. Denn: Nicht alle Stadträte waren dafür. In der entscheidenden Plenumssitzung hat sich dann doch die Mehrheit des Stadtrates für einen Baum entschieden.

    © Marianne Forster

    OB Alexander Putz beim Baumpflanzen (3.v.r.). In seiner Rede beschrieb er den schweren Weg bis zur Pflanzung. Nicht alle Stadträte waren dafür.

    Bau-Boom und wenig Grün machen Initiator Sorgen

    Willi Forster kämpft für mehr Bäume besonders in der Sozialen Stadt Nikola. Er ist Sprecher der Arbeitsgruppe der sozialen Stadt Nikola und Mitinitiator des 100-Bäume-Programms. Durch den zunehmenden Bau-Boom ist er ins Nachdenken gekommen - kein Grün mehr zwischen den Wohnanlagen hat Forster Sorgen gemacht.

    "Wir brauchen nicht nur Wohnungen, sondern auch entsprechendes Wohnumfeld, dass man sagt: Da kann ich gut leben. Das ist Grundaufgabe des Programms Soziale Stadt Nikola." Willi Forster, Sprecher Arbeitsgruppe l der sozialen Stadt Nikola

    Bäume in Städten notwendig in Zeiten des Klimawandels

    Für Forster ist der Baum ein Symbol für mehr Grün. Seiner Meinung nach braucht es wieder mehr Bäume - gerade in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels. Sie können in den heißen Sommermonaten den Aufenthalt in der Stadt angenehmer machen, Schatten spenden. Ohne Bäume wäre für Forster ein Aufenthalt in der Stadt kaum mehr möglich. Er plädierte dies bei den künftigen Planungen verstärkt mit einzubeziehen.

    Ziel: Bis 2025 sollen 100 Bäume gepflanzt sein

    Noch im November sollen im Rahmen des 100-Bäume-Programms zehn weitere (Klima-)Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden. Forsters Ziel: Bis 2025 sollen die 100 Bäume gepflanzt sein. Die Bürger spenden dafür. Wie Forster sagt, werden in der Regel 350 Euro gespendet, es gibt aber auch Spenden über 1.000 Euro. Die Aktion soll nicht nur bei den Bürgern der sozialen Stadt Nikola ankommen, sondern auch bei anderen Stadtvierteln. "Ich strebe an, das Programm auf andere Stadtviertel auszuweiten", so Forster.

    💡 Was ist eine "Soziale Stadt"?

    Mit dem Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" unterstützt der Bund seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. So sollen unter anderem das Wohnumfeld und die Infrastruktur verbessert werden, was sich positiv auf die Familienfreundlichkeit sowie die Integration in den Stadtvierteln auswirken kann. Ziel ist es daher, vor allem lebendige Nachbarschaften zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

    Bislang wurden 934 Gesamtmaßnahmen in 533 Städten und Gemeinden in das Bund-Länder-Programm aufgenommen (Stand: Programmjahr 2018; Quelle: Bundesinnenministerium). Im Jahr 2017 wurden die bereitgestellten Finanzhilfen des Bundes für das Förderprogramm "Soziale Stadt" auf 190 Millionen Euro erhöht. Dieselbe Summe stellte der Bund den Ländern auch im Programmjahr 2018 zur Verfügung.