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100 Ärzte der Würzburger Uniklinik beteiligen sich am Warnstreik | BR24

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Rund 100 Ärzte der Uniklinik Würzburg haben ihre Arbeit niedergelegt. Sie beteiligen sich am Warnstreik, zu dem der Marburger Bund, die Gewerkschaft der Ärzte, aufgerufen hat. Viele Eingriffe musste die Klinik deshalb verschieben.

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100 Ärzte der Würzburger Uniklinik beteiligen sich am Warnstreik

Rund 100 Ärzte der Uniklinik Würzburg haben ihre Arbeit niedergelegt. Sie beteiligen sich am Warnstreik, zu dem der Marburger Bund, die Gewerkschaft der Ärzte, aufgerufen hat. Viele Eingriffe musste die Klinik deshalb verschieben.

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Von
  • Carol Lupu

Es geht um bessere Arbeitsbedingungen und eine Zeiterfassung für Ärzte. Auch an der Würzburger Uniklinik beteiligen sich Mediziner am Warnstreik des Marburger Bunds. Einige Eingriffe können deshalb nicht stattfinden. Engpässe soll es aber nicht geben.

Notfallplan greift im Würzburger Uniklinikum

An allen Kliniken, an denen Streiks stattfinden, sei ein Notfallplan berücksichtigt worden, sagt Vanessa Schmidt, Sprecherin des Landesverbandes Bayern des Marburger Bunds. Der Streik soll nur einen Tag dauern. Von der Uniklinik Würzburg heißt es, dass planbare Eingriffe schon im Vorfeld weitgehend verschoben wurden. Dennoch hätten die Operationen etwa um ein Drittel der sonst üblichen Kapazität zurückgefahren werden müssen. Das sei allerdings immer noch deutlich mehr, als beispielsweise an Wochenenden.

Warnstreik soll Zeiterfassung verbessern

Mit dem Warnstreik möchte der Marburger Bund unter anderem die Zeiterfassung der Ärzte verbessern. So gäbe es Zeiterfassungsuhren, die von sich aus die Ärzte aus dem Arbeitsbereich auschecken, wenn die gesetzliche Arbeitszeit überschritten wäre. De facto würden sich die Ärzte aber noch an ihrem Arbeitsplatz befinden. Auch sei es nahezu regulär, dass der Dienstplan nicht eingehalten werde und die Ärzte in die Kliniken "hineinzitiert" würden. Gerade Ärzte, die sich in der Forschung befinden, bekommen durch Kurzverträge von sechs bis zwölf Monaten keine Sicherheit, in der Forschung zu bleiben, sagt Vanessa Schmidt vom Marburger Bund.