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Blick in eine Integrierte Leitstelle
© pa/dpa/Stephan Jansen

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Anna Klein
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Blick in eine Integrierte Leitstelle

Die Integrierte Leitstelle (ILS) Augsburg ist seit nunmehr zehn Jahren zuständig für die Koordination der Rettungskräfte von Feuerwehr, Sanitätern und des Technischen Hilfswerks. Auch die Einsätze des Rettungshubschraubers Christoph 40, der in Augsburg stationiert ist, werden von dort geplant.

Integrierte Leitstelle ist für vier Landkreise zuständig

Über zwei Millionen Notrufe aus den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen, Donau-Ries und dem Augsburger Stadtgebiet hat die Integrierte Leitstelle in den letzten zehn Jahren entgegengenommen. Und einen aus Nepal.

Bergsteiger in Nepal wurde mit Augsburger Hilfe gerettet

Denn zu den kuriosesten Einsätzen der ILS zählt die Rettung eines Bergsteigers in Nepal. Der Mann hatte sich beim Bergsteigen verletzt und wusste sich nicht anders zu helfen, als bei seinem Bruder in Bobingen im Landkreis Augsburg anzurufen.

Dieser verwies ihn wiederum an die Augsburger Leitstelle. Von dort organisierten die Augsburger dann über die Botschaften in Berlin und Kathmandu einen Rettungshubschrauber. Da der im Gebirge allerdings nicht landen konnte, wurde der Mann am Ende mit einer Eselskarre ins Tal transportiert.

ILS musste auch schon evakuiert werden

Insgesamt ist die Leitstelle für ein Gebiet von über 4.000 Quadratkilometern zuständig. 538 Feuerwehren, 30 Rettungswachen, sechs THW-Verbände und 2.000 Einsatzmittel werden von Augsburg aus koordiniert. Und manchmal gehört sie sogar selbst zum Einsatzgebiet – so wie bei der Bombe, die 2016 in Augsburg gefunden wurde. Für deren Entschärfung musste sogar die Leitstelle selbst evakuiert werden.