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10.000 Menschen im 500-Seelen-Dorf | BR24

© CVJM Bobengrün

Kleiner Kirchentag in Bobengrün

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    10.000 Menschen im 500-Seelen-Dorf

    Das Dorf Bobengrün bei Bad Steben ist am Pfingstwochenende Anziehungspunkt für rund 10.000 Menschen aus Europa. Damit ist dieser sogenannte "Kleine Kirchentag im Frankenwald" deutschlandweit eines der größten christlichen Treffen unter freiem Himmel.

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    Im Terminplan vieler Christen ist dieser Termin fest eingetragen: Pfingsten in Bobengrün. Auch in diesem Jahr kommen wieder Tausende um dort gemeinsam zu feiern, zuzuhören und zu reden.

    Viele der rund 500 Einwohner von Bobengrün helfen seit Jahrzehnten tatkräftig mit, dass die rund 10.000 Besucher auf Zeltplätzen, in Vereins-, Gast- und Privathäusern gut versorgt werden. Der Großteil der Teilnehmer kommt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – aber einige reisen zum Beispiel seit Jahren extra über 3.000 Kilometer vom nördlichen Polarkreis an, erzählt der Bobengrüner CVJM-Vorsitzende Werner Baderschneider.

    "Gott führt"

    Einer der Hauptredner ist dieses Jahr Johannes Reimer, der Professor für Missionswissenschaft stammt aus der Sowjetunion und wurde dort wegen seines christlichen Glaubens verfolgt. Die zahlreichen Gottesdienste und Bibelgesprächen der 64. Pfingst-Tagung am langen Pfingstwochenende stehen unter dem Motto "Gott führt". Neben dem Glauben spielt auch der Sport eine große Rolle: Zur Pfingsttagung gehört traditionell immer ein großes Indiaca-Turnier mit über 50 Mannschaften.

    Ihren Ursprung hat die Bobengrüner Pfingsttagung in einer winzigen Blockhütte auf einer Wiese mitten im Frankenwald. Hier hatte der Bäckermeister und überzeugte Christ Hans Hägel während der Nazi-Diktatur jungen Männern seinen Glauben weitergegeben. Und als nach Kriegsende nicht nur die Häuser, sondern auch viele Menschen in Deutschland seelisch zerstört waren, zogen die Bobengrüner mit einem ausrangierten Militär-Laster durch Oberfranken und die Oberpfalz und lud 1946 zur ersten Pfingsttagung ein – mit damals rund 400 Männer, Frauen und Kindern. Inzwischen kommen bis zu 10.000 in das Frankenwald-Dorf.