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10.000 Bäume für den "Wald der Zukunft" in Wackersdorf | BR24

© ichael Weiß/VG Wackersdorf
Bildrechte: ichael Weiß/VG Wackersdorf

Der Bürgermeister von Wackersdorf Thomas Falter (links) machte sich ein Bild vom Stand des Waldumbaus.

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    10.000 Bäume für den "Wald der Zukunft" in Wackersdorf

    Die Gemeinde Wackersdorf investiert laut eigenen Angaben seit Jahren in den nachhaltigen und zukunftsfähigen Wald in der Region. Alleine seit 2018 wurden nahe der Industriestraße und am Edelmannsee knapp 10.000 Bäume durch die Kommune gepflanzt.

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    Von
    • Meike Föckersperger

    Die Gemeinde Wackersdorf hat binnen zwei Jahren knapp 10.000 Bäume nahe der Industriestraße und am Edelmannsee gepflanzt. Das hat die Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf am Mittwoch mitgeteilt. "Wir brauen hier einen klimaneutralen und robusten Mischwald", erklärt Armin Kellermann vom Wackersdorfer Rathaus.

    Mischwald für neue klimatische Bedingungen

    Baumarten wie Douglasie, Esskastanie, Weißtanne, Bergahorn, Hainbuche, Roteiche und Erle sollen die Wälder nicht nur für neue klimatische Bedingungen stärken, sondern auch auf alte Probleme reagieren. Denn die Wiederaufforstungen wurden ursprünglich durch den Borkenkäfer notwendig, so der Sprecher. "Was wir hier sehen, ist ein systematischer Waldumbau - und nicht nur eine einfache Aufforstung".

    Borkenkäfer kommt nur schwer an Nahrung

    Der gesunde Alt-Bestand stärke den Mischwald weiter, die vergleichsweise großen Distanzen der alten Nadelhölzer machten es dem Borkenkäfer schwerer, in großen Mengen an seine Leibspeisen zu gelangen. "Während des Wachstums befreien wir die kleinen Bäume insgesamt zweimal vom umliegenden Bewuchs." Als zentrale Grundlage für den Waldumbau in Wackersdorf dient ein sogenanntes Forstbetriebswerk, in dem Ziele und Maßnahmen auf Basis des bayerischen Waldgesetzes definiert sind.

    Großteil der Wälder in Gemeindebesitz

    Der ursprüngliche Baumbestand in Wackersdorf stammt aus den 1960er und 1970er-Jahren. Im Rahmen umfassender Rekultivierungsarbeiten zum Ende des Braunkohletagebaus forstete die Bayerische Braunkohle Industrie weitläufige Flächen in der Region auf. Mitte der 90er übernahm die Gemeinde Wackersdorf einen Großteil dieser Wälder.

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