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1. Preis bei "Landwirt.Imker.Miteinander" geht in die Oberpfalz | BR24

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Die Gemeinde Zandt im Landkreis Cham gewinnt mit der Initiative "Zandt, die blühende Gemeinde" den 1. Preis vom bayerischen Landwirtschaftsministerium. Das Preisgeld der Aktion "Landwirt.Imker.Miteinander" beträgt 4.000 Euro.

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1. Preis bei "Landwirt.Imker.Miteinander" geht in die Oberpfalz

Die Gemeinde Zandt im Landkreis Cham gewinnt mit der Initiative "Zandt, die blühende Gemeinde" den 1. Preis vom bayerischen Landwirtschaftsministerium. Das Preisgeld der Aktion "Landwirt.Imker.Miteinander" beträgt 4.000 Euro.

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Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat am Freitag bei einem Besuch in der Oberpfälzer Gemeinde Zandt die Siegerprojekte der Aktion "Landwirt.Imker.Miteinander" bekannt gegeben. Die Aktion hat das Landwirtschaftsministerium heuer erstmals durchgeführt. Es gab dafür 23 Bewerbungen aus ganz Bayern. Weitere Preise gingen nach Schwaben und Oberbayern.

Zandt gewinnt ersten Preis

Gesucht wurden besonders gelunge Kooperationen zwischen Landwirten und Imkern. Eine Fachjury kürte die Preisträger. Die Gemeinde Zandt hat mit ihrer schon seit 2017 laufenden Initiative "Zandt, die blühende Gemeinde" den ersten Platz belegt, der mit 4.000 Euro Preisgeld dotiert ist. In der 2.000-Einwohner-Gemeinde beteiligen sich bisher 20 Landwirte, vier Imker, die Jägerschaft und zahlreiche Bürger und Vereine an der Schaffung und Pflege von Blühflächen mit ein- und mehrjährigen Wildblumen und Kräutern, die mehr Nektar und Lebensraum für Insekten bieten.

Mehr Blühflächen für das Wild

Rund 140 Grundstücksbesitzer stellen Flächen zur Verfügung, vom kleinen Hausgarten bis zu Böschungen und ganzen Wiesen oder Äckern, wo Blühflächen zum Beispiel als Zwischenfrucht angesät werden. Auch Streuobstwiesen wurden angelegt. 30 Hektar sind inzwischen insekten- und artenfreundlicher gestaltet. 40 Hektar werden es heuer, wenn noch mehr große Landwirtschaftsflächen dazu kommen. Dafür zahlt die Gemeinde den Landwirten jetzt das teurere Saatgut.

Abgemähte Wiesen problematisch für Tiere

Der Wildlebensraumberater und Mitinitiator Hans Laumer ist sich sicher, ein blühender Boden sei essenziell für das Großwerden der Lebewesen. Laumer, der erst im März zum Bürgermeister von Zandt gewählt wurde, erklärt: "Zum Beispiel ein Fasan braucht zur Aufzucht von seinen Jungen das Eiweiß der Ameisen. Und das steckt in den Blühflächen. Der Hase braucht eine Deckung, der überlebt auf einer abgemähten Wiese nicht. Da sind zu viele Beutegreifer." Seine neueste Idee: ein Lehrpfad und mehr große Blühflächen bei den Landwirten. Die Zusammenarbeit von Landwirten und Imkern soll weiterhin gut gepflegt werden.

© BR/Roßberger

Blühfläche lockt Bienen an

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