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1.860 Euro! Schlüsseldienst zockt 80-Jährige ab | BR24

© pa/dpa/Alexander Stein

Symbolbild: Türschloss

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    1.860 Euro! Schlüsseldienst zockt 80-Jährige ab

    Eine Dame aus Monheim hat satte 1.860 Euro in bar an einen Schlüsseldienst gezahlt. Sie hatte sich aus ihrem Haus ausgesperrt. Nun ermittelt die Polizei wegen Wucher. Solche Fälle sind leider keine Seltenheit.

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    1.850 Euro für ein aufgebohrtes Schloss: Das musste laut Polizei eine ältere Dame aus dem schwäbischen Monheim für einen Schlüsseldienst bezahlen, weil sie sich am Montagvormittag aus ihrem Haus ausgesperrt hatte. Die 80-Jährige aus dem Landkreis Donau-Ries hatte sich von einer Nachbarin per Internetrecherche eine Firma suchen lassen, weil es vor Ort keinen Schlüsseldienst gibt.

    Neuer Zylinder eingesetzt - Rechnung: 1.860 Euro

    Die beiden Männer, die daraufhin bei ihr erschienen, bohrten das alte Schloss auf und setzten einen neuen Zylinder ein. Dafür überreichten sie der Frau laut Aussage anschließend einen Zettel mit einem Rechnungsbetrag von satten 1.860 Euro, worauf sie bei einer Barzahlung noch einen Rabatt von zehn Euro gewährten.

    Polizei ermittelt wegen Wucher

    Die 80-Jährige bezahlte den vollen Betrag in bar, erhielt laut Polizei allerdings keine Rechnung oder Quittung. Deshalb ermitteln die Beamten jetzt wegen des Verdachts auf Wucher. Die Internetplattform hatte die Preise auf etwa 250 Euro angesetzt.

    Preis vor Vergabe des Auftrags erfragen

    Die Polizei bittet ausdrücklich um Vorsicht bei der Auswahl von Dienstleistern. Beispielsweise könne man sich über die Hausverwaltung die Nummer eines zuverlässigen Schlüsseldienstes organisieren.

    Kunden sollten den Rechnungspreis, der sich in der Regel aus Anfahrts- und Arbeitszeit sowie eventuell Materialkosten zusammensetze, unbedingt vor der Vergabe eines Auftrags erfragen. Seriöse Schlüsseldienste könnten auch direkt am Telefon Auskunft darüber geben.

    Tipp: Nur Teilbetrag bar bezahlen

    Wenn dies alles nicht möglich ist, sollte allenfalls ein Teilbetrag in bar angezahlt und der Rest – sofern der Preis plausibel ist – später überwiesen werden.