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Kommunalwahlen

1.000 Menschen demonstrieren in Bamberg gegen Neonazi-Aufmarsch | BR24

© BR/ Jonas Miller

1.000 Menschen feiern auf dem Bamberger Maxplatz die Demokratie und demonstrieren gegen einen Neonazi-Aufmarsch.

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1.000 Menschen demonstrieren in Bamberg gegen Neonazi-Aufmarsch

Insgesamt 1.000 Menschen feiern auf dem Bamberger Maxplatz die Demokratie und demonstrieren gegen einen Neonazi-Aufmarsch der Kleinpartei "Der Dritte Weg". Die Stadt hatte deren Aufmarsch zunächst verboten.

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Im oberfränkischen Bamberg demonstrieren laut Polizeiangaben rund 500 Menschen beim "Fest der Demokratie" in der Innenstadt gegen einen Neonazi-Aufmarsch. Bei einer weiteren antifaschistischen Demonstration versammelten sich laut Polizeiangaben ebenfalls 500 Menschen.

Für Hubertus Schaller vom Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus, der das Demokratiefest mitorganisiert hat, ein klares Zeichen: "Es ist ein Erfolg, dass so viele Leute hier sind, die vielfältig zeigen: Wir sind da, um Nein zu Rechtsextremismus zu sagen", sagte Schaller dem BR.

Erzbischof Schick: "Demokratie kein Selbstläufer"

Auf der Demokratie-Kundgebung sprach auch Bambergs Erzbischof Ludwig Schick. In seiner Rede hat Schick darauf hingewiesen, dass Demokratie kein Selbstläufer sei und auch Adolf Hitler zunächst demokratisch gewählt wurde: "Eine Demokratie ist so gut und so schlecht wie die Demokraten, das heißt die Wähler, die dann auch achtsam und kritisch die Parlamentarier und die Regierung begleiten und aufpassen, dass der Volkswille umgesetzt wird". Deshalb seien Menschen abzulehnen, die die Menschenwürde auf bestimmte Nationalitäten eingrenzen und andere ausschließen wollen.

Neonazi-Aufmarsch zunächst verboten

Der Neonazi-Aufmarsch der Kleinpartei "Der dritte Weg" beginnt am späten Nachmittag. Die Stadt Bamberg hatte den Aufmarsch zunächst verboten, weil sie die öffentliche Sicherheit in Gefahr sah. Dagegen hatten die Verantwortlichen der Partei Beschwerde eingelegt. Das Verwaltungsgericht hat das Verbot dann aufgrund der Versammlungsfreiheit aufgehoben.

Die Stadt Bamberg genehmigte daraufhin den Aufmarsch unter Auflagen. Der Demonstrationszug steht unter dem Motto "Ein Licht für Dresden". Mit der Aktion wolle die Partei den Opfern des Bombenangriffs auf Dresden im Zweiten Weltkrieg gedenken, heißt es.

© BR

Insgesamt 1.000 Menschen feiern auf dem Bamberger Maxplatz die Demokratie und demonstrieren gegen einen Neonazi-Aufmarsch der Kleinpartei "Der Dritte Weg". Die Stadt hatte deren Aufmarsch zunächst verboten.