2

Weltblutspendetag Bayern sucht Blutspender und Lebensretter

Eine Knie-OP, eine Krebserkrankung oder ein schwerer Unfall: Jeder Dritte ist in seinem Leben früher oder später auf eine Blutspende angewiesen. Daran erinnert der Weltblutspendetag.

Von: Johanna Kempter

Stand: 14.06.2018

in Mann spendet am 14.08.2014 Plasma bei der Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz DRK in Cottbus (Brandenburg). | Bild: picture-alliance/dpa/ Patrick Pleul

Etwa 2.000 Blutkonserven täglich werden in Bayern gebraucht. Diese Menge entspricht dem Spenderblut von 2.000 Menschen. Die Blutspendebereitschaft in Bayern ist laut Gesundheitsministerium etwa doppelt so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt.

Engpässe bei gutem Wetter und in den Ferien

So steht der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes momentan ganz gut da und hat genügend Vorräte. Das kann sich aber schnell ändern: Bei gutem Wetter und in den Ferien kommen nämlich erfahrungsgemäß weniger Menschen zum Blutspenden. Außerdem ist eine Blutkonserve nur 42 Tage haltbar. Das BRK appelliert deswegen an alle Menschen, am besten vor und nach der Ferienzeit zum Blutspenden zu gehen.

Nachwuchs gesucht

In Zukunft könnte sich auch der demografische Wandel auswirken: Laut BRK kommen viele engagierte Spender in ein Alter, in dem sich kein Blut mehr abzapfen lassen dürfen – nämlich ab dem 72. Geburtstag. Außerdem fehlt der Nachwuchs. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt darum vor allem um junge Menschen ab 18 Jahren. Blutspenden bezeichnet sie als "gelebte Solidarität". Die Ministerin weist darauf hin: "Eine Blutkonserve mit 500 Millilitern kann bis zu drei Menschenleben retten."

Ablauf der Blutspende

Ein halber Liter Blut ist die Menge, die beim Blutspenden normalerweise abgenommen wird. Bevor die Nadel gelegt wird, muss ein Blutspender einige Formalitäten erledigen: Personalien angeben und einen medizinischen Fragebogen ausfüllen. Außerdem wird mit einem Tropfen Blut der Hämoglobinwert bestimmt. Ist er zu niedrig, hat der Spender zu wenig roten Blutfarbstoff – ein Ausschlusskriterium. Dann untersucht ein Arzt den Spender und trifft eine endgültige Entscheidung.

Die eigentliche Blutabnahme dauert nur etwa zehn Minuten. Danach sollte sich der Spender ausruhen, etwas essen und vor allem viel trinken.


2

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Wolfgang, Donnerstag, 14.Juni, 07:30 Uhr

1. Zwei Ideen um die Spenderzahlen zu erhöhen:

1. Die Spendetermine nicht in Kirchensälen, Turnhallen usw. sondern in Kultureinrichtungen mit Gastronomie abhalten. Wer Blut spendet möchte evtl. nicht eine wurstsemmel sondenr gerne auf eigene Kosten anschließend ein feines Essen. Zum Blutspenden gehen ist dann eine Gelegenheit mit Freunden zusammen Abend zu essen.

2. "die harte Tour", ab 10 oder 20 Spenden den Spendern eine feste Zusage geben daß wenn Blutkonserven mal knapp sein sollten ihr persönlicher Bedarf vorrangig gedeckt wird. In der Hoffnung es nie zu brauchen aber die Gewißheit ab 20 Spenden "für mich ist immer Blut vorhanden", ich denke ein legitimer Egoismus.

  • Antwort von Lee, Donnerstag, 14.Juni, 13:41 Uhr

    Ah ja ...
    Mal wieder Wolfgangs Welt, wie sie ihm gefällt...

    "Spende" ist schon mal per Definition was freiwilliges.
    Was Sie ansprechen, wäre eine Art Versicherung.

    Im Übrigen wäre es mal interessant, wie viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen überhaupt nicht als Spender (bestimmte Erkrankungen, Vorerkrankungen) in Frage kommen. Da gibts nämlich gar nicht mal so wenige.
    In welcher Staffelung werden die dann an Ihrem Günstlingssystem beteiligt?
    Die, die an ihrer Krankheit "selber schuld" sind (Ernährung, Gewicht, Sucht,...) gleich raus aus der Empfängerliste?

    Wie ich Sie kenne, haben Sie sicher auch dafür mal wieder eines Ihrer, wie das hier schon mal so treffend bezeichnet wurde, "knackig-zackigen" Umsetzungskonzepte.