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Nun offiziell Bayerischer Kreuz-Erlass steht jetzt im Gesetzesblatt

Der kontrovers diskutierte Kreuz-Erlass der bayerischen Staatsregierung ist heute im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt erschienen. Ab 1. Juni muss im Eingangsbereich von Dienstgebäuden ein Kreuz aufgehängt werden.

Stand: 22.05.2018

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayerrn - im Hintergrund hängt ein großes Holzkreuz. | Bild: picture-alliance/dpa

Der Kreuz-Erlass der bayerischen Staatsregierung ist nun offiziell: Laut dem am Dienstag in München veröffentlichten neuen Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt (Nummer 8/2018) ist ab 1. Juni im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat "gut sichtbar" ein Kreuz anzubringen, und zwar "als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns". Weitere Einzelheiten, etwa zur Ausgestaltung der Kreuze, finden sich in dem Dokument nicht. Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums gibt es im Freistaat mehr als 1.100 staatliche Hauptdienststellen.

Kontroverse Diskussion - auch in der Kirche

Die Regelung geht auf eine Initiative von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zurück. Diese war selbst in Kirchenkreisen teils als Instrumentalisierung des Kreuzes für Profilierungszwecke vor der Landtagswahl im Herbst kritisiert worden. Kritik aus den Kirchen hatte er auch mit der Äußerung ausgelöst, das Kreuz sei "nicht ein Zeichen einer Religion", sondern ein "Bekenntnis zur Identität" und zur "kulturellen Prägung" Bayerns. Erst später hatte er klargestellt, für ihn sei das Kreuz "in erster Linie ein religiöses Symbol", es gehöre "aber auch zu den Grundfesten des Staates".

Runder Tisch geplant

Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass Söder mit Kritikern seines Kreuz-Erlasses ins Gespräch kommen will. Im Juni soll es dazu einen Runden Tisch zu Werten, Kultur und Identität geben, an dem Vertreter von Religionsgemeinschaften, Wissenschaft, Brauchtum und Kultur beteiligt sein sollen.


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