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Bayerische Wirtschaft Energiewende ist ein Desaster

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft ist äußerst unglücklich mit der Energiewende in Deutschland. Sie sei zu teuer und zu ineffizient, beklagt der Verband.

Von: Dirk Vilsmeier

Stand: 05.12.2017

Das Kraftwerk "Zolling" liegt in der oberbayerische Gemeinde Zolling. In der Anlage befindet sich ebenso ein Biomasseheizkraftwerk, Steinkohle wird zur Stromerzeugung verarbeitet, Foto: BR/Herbert Ebner | Bild: BR/Herbert Ebner

Die Energiewende ist ein Desaster. So fasst es vbw-Präsident Alfred Gaffal zusammen. Dem vbw-Energiewendemonitor zufolge ist sie nach wie vor zu teuer und nicht effizient genug beim Erreichen der Klimaziele.

"Wir können mit ein Prozent der Weltbevölkerung nicht ständig Alleingänge machen und uns dann von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit verabschieden."

Alfred Gaffal, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

Wirtschaft sieht Energiewende als Kostentreiber

Auf 520 Milliarden Euro schätzt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft die Gesamtkosten für die Energiewende bis 2025 bundesweit. Sie fordert deshalb, dass vor allem staatliche Belastungen gesenkt werden. Denn größter Kostenfaktor sei heute nicht mehr die Erzeugung von Strom, sondern andere Posten.

"Der Erzeugerpreis ist nicht momentan unser Problem. Sondern unser Problem sind die Kosten die da noch drauf sind: Stromsteuer, EEG-Umlage, Mehrwertsteuer."

Alfred Gaffal, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

Für Almut Kirchner, Vizedirekorin der Prognos AG, die den Monitoringbericht erstellt hat zeigt sich damit beim aktuellen Stand der Energiewende nach wie vor eine zentrale Herausforderung.

"Es gibt keine Lösung mit der man optimale Umweltverträglichkeit und niedrige Kosten bekommt."

Almut Kirchner, Prognos AG

Vor allem gelte das für den geplanten Kohleausstieg.


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