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Anerkennung der Qualifikation Flüchtlinge kämpfen um Integration in den Arbeitsmarkt

Viele Flüchtlinge tun sich schwer auf dem Arbeitsmarkt in Bayern integriert zu werden. Häufig hängt das nicht an mangelnden Sprachekenntnissen, sondern vielmehr daran, dass die Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikation oft an zu hohen Hürden scheitert.

Von: Peter Kveton

Stand: 14.12.2017

Flüchtlinge in einer Lernwerkstatt | Bild: picture-alliance/dpa/Sven Hoppe

Besonders schwer haben es Flüchtlinge, die ohne passende Papiere oder Zeugnisse in Deutschland ankommen – die müssen nicht selten monatelang um die Anerkennung kämpfen. Aber selbst mit entsprechenden Papieren werden Nachqualifikationen oder Nachprüfungen verlangt: Ausländische Ärzte müssen sich zuweilen über den Stoff eines ganzen Medizinstudiums prüfen lassen, Bauingenieure Fortbildungen besuchen.

Ausländerbeiräte plädieren für Fluchtlings-Darlehen

Das kann mehrere tausend Euro kosten – Geld, dass die Flüchtlinge meist nicht haben. Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte plädiert deshalb für Darlehen, ähnlich wie bei Studenten. Erfahrungen in Kanada hätten gezeigt, dass die Rückzahlungsquote bei fast hundert Prozent liege. Laut der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Mitra Sharifi, gut angelegtes Geld.

Flüchtlinge sind für viele Unternehmen wichtig

Angesichts des demografischen Wandels seien die Zuwanderer als Arbeitskräfte auch für Unternehmen immer wichtiger. Aus dem bayerischen Sozialministerium heißt es, die entsprechenden Beratungsstellen seien wichtige Anlaufstellen und hätten sich bewährt – Innerhalb von nur einem Jahr wurden fast 4.000 Beratungen in Anspruch genommen.


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Endlosschleife , Donnerstag, 14.Dezember, 18:24 Uhr

4. Viele Flüchtlinge haben leider nichts, was man hier anerkennen könnte.

Viele Flüchtlinge haben leider nichts, was man hier anerkennen könnte. Bis sie ihren Sprachkurs, ihre Schulbildung, ihre berufliche Ausbildung nachholen und eine feste Arbeitstelle finden sind sie schon im fortgeschrittenen Alter, was nach wenigen Jahren Arbeit und der besonders schlechten deutschen Rentenformel zu einer Altersrente unter der Grundsicherung führt. Und das bei den ständig steigenden Mieten und Mietnebenkosten!

Kevin, Donnerstag, 14.Dezember, 17:56 Uhr

3. Mein Vorschlag zur Asyl-Finanzierung und Ausbildungsfinanzierung.

Asylkosten sozialisieren aber Gewinne mit Asyl privatisieren, das geht nicht. Die Asylkosten und Ausbildungskosten könnte der Flüchtling mit einem Asyl-Credit selbst bezahlen, so wie der Bafög-Credit für Studenten. Wenn der Sprachkurs die Flüchtlinge etwas kosten würde, dann würde es nicht so viele Sprachkurs-Abbrecher geben. Der Ruf von Merkels Deutschland als Gelobtes Land, wo Milch und Honig fließen, wo man alles geschenkt bekommt, darf nicht weiter fortbestehen, sonst hört die Goldgräberstimmung in Afrika mit ihren 1300 Millinen Menschen nie auf.

Informierter ER , Donnerstag, 14.Dezember, 17:51 Uhr

2. Flüchtlinge zu Steuerzahlern zu machen ist eine langwierige lange Durststrecke.

Die Flüchtlinge werden in der ersten Generation niemals so integriert werden können, dass sie die staatlichen Leistungen, die sie bekommen, auch selber durch die Steuern, die sie beitragen, bezahlen können. Letztlich bezahlen sie einfach zu wenig Steuern, um die öffentlichen Leistungen, die sie beanspruchen, ausgleichen zu können, so der Ökonom Prof. H.-W. Sinn. Ihm zufolge ist das schon bei den türkischen Einwanderern nicht passiert, „noch nicht einmal in der zweiten Generation“. Er weist auf die Berechnungen des deutschen Wirtschaftswissenschaftlers Bernd Raffelhüschen hin, laut denen „eine Million Flüchtlinge den deutschen Staat langfristig bis zu ihrem Lebensende 450 Milliarden Euro kosten werden“. Ein Flüchtling also 450.000 Euro. Auch dürfe sich eine Regierung aus humanitären Gründen nicht über das Recht hinwegsetzen, sagt der Ökonom.

Thomas , Donnerstag, 14.Dezember, 17:41 Uhr

1. Angesichts des demografischen Wandels seien die Zuwanderer als Arbeitskräfte auc

Angesichts des demografischen Wandels seien die Zuwanderer als Arbeitskräfte auch für Unternehmen immer wichtiger.
Dazu brauchen wir eine qualifizierte Einwanderung mit Punktrsystem, so wie es die FDP im Wahlprogramm hat.
Mit einer unkontrollierten unqualifizierten Einwanderung gefährden wir das Sozialsystem, die Krankenkassen GKV und den problematischen Wohnungsmarkt, im schlimmsten Fall bis zum Staatsbankrott.