"Starke bayerische Wirtschaft": Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent

Arbeitslosenzahlen im Dezember "Starke bayerische Wirtschaft": Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent

Stand: 03.01.2018

Eine Besucherin geht in den Empfangsbereich einer Agentur für Arbeit. | Bild: dpa-Bildfunk/Jens Büttner

Der bayerische Arbeitsmarkt hat sich im Dezember gut entwickelt: Die Zahl der Arbeitslosen ist saisonüblich um 5.106 auf 213.610 gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aber wie im November bei 2,9 Prozent.

Nach Angaben der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit ist das die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Dezember seit zwanzig Jahren. Damit zeige sich der bayerische Arbeitsmarkt zum Abschluss des Jahres von seiner besten Seite, so die Regionaldirektion. Deren Chef, Ralf Holtzwart, spricht von einer konstant guten Entwicklung auf dem bayerischen Arbeitsmarkt. "Das ist für mich ein Zeichen der starken bayerischen Wirtschaft, dass wir bei 2,9 Prozent geblieben sind", sagte Holtzwart dem Bayerischen Rundfunk.

Mehr Beschäftigte in Bayern

Im Dezember vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote in Bayern bei 3,3 Prozent, zudem waren damals rund 21.000 Menschen mehr ohne Job als aktuell. Im vergangenen Jahr hat es laut Regionaldirektion vor allem in Bayern einen Zuwachs an Beschäftigung gegeben. So waren laut aktueller Hochrechnung im Oktober über 5,5 Millionen (5.560.700) Menschen im Freistaat sozialversicherungspflichtig beschäftigt, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 141.600 Stellen. Überdies hat es mit 385.500 gemeldeten, offenen Stellen einen Rekord bei der Arbeitskräftenachfrage gegeben, sagte Holtzwart.

Herausforderung Fachkräftemangel

Für das neue Jahr 2018 prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, dass die bayerischen Betriebe 115.000 neue Stellen schaffen würden. "Das bedeutet, dass wir, was den Rückgang der Arbeitslosigkeit anbelangt, sehr stark profitieren werden", so der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen. Holtzwart zufolge gelte es nun, Lösungen für den steigenden Fachkräftebedarf zu entwickeln und Menschen zu helfen, die mit Hindernissen in den Arbeitsmarkt starten.

Auch Unterbeschäftigung gesunken

Rechnet man die Menschen, die sich derzeit in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden oder kurzzeitig arbeitsunfähig sind, zu den Arbeitslosen hinzu, ergibt sich die Zahl der sogenannten Unterbeschäftigung: Dazu zählten Ende des vergangenen Jahres 314.686 Männer und Frauen im Freistaat. Ein Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei 337.021.

Fünf Bezirke unter drei Prozent Arbeitslosigkeit

Mit einer Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent steht die Oberpfalz unter den bayerischen Regierungsbezirken an der Spitze, gefolgt von Unterfranken und Schwaben mit jeweils 2,7 Prozent. Sowohl Niederbayern als auch Oberbayern verzeichnen eine Quote von 2,9 Prozent. Dann kommen Oberfranken mit 3,3 und Mittelfranken mit 3,6 Prozent. Beim Blick auf die Landkreise und kreisfreien Städte erweist sich der Landkreis Eichstätt mit einer Arbeitslosenquote von 1,2 Prozent nach wie vor als bayerischer Spitzenreiter. Die Stadt Hof verzeichnet mit einer Quote von 6,5 Prozent den höchsten Wert in Bayern.

Arbeitsmarkt bundesweit: Niedrigster Wert seit der Wiedervereinigung

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist 2017 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im Jahresdurchschnitt waren 2,533 Millionen Menschen auf Jobsuche, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Im Dezember blieb der Arbeitsmarkt stabil.

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