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Bildrechte: BR/Julia Müller
Polizist kontrolliert die Besucherströme am Rande des Oktoberfests in München.
27.09.2022, 18:20 Uhr

Messerattacke an der Wiesn: Verdächtiger stellt sich

Der hohe Fahndungsdruck hatte Erfolg: Ein 38-jähriger mutmaßlicher Messerstecher hat sich am Dienstag der Polizei gestellt. Der Münchner steht im Verdacht, am Rande des Oktoberfests einen 21-jährigen Hamburger lebensgefährlich verletzt zu haben.
von
Frank Jordan
Christoph Dicke
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Nach der Messerattacke im Umfeld des Oktoberfestes, bei dem ein 21-jähriger Mann am 22. September lebensgefährlich verletzt wurde, hat sich heute ein 38-jähriger Münchner der Polizei gestellt. Damit kam der Tatverdächtige der Mordkommission zuvor, der bereits konkrete Hinweise auf den Mann vorlagen.

Notoperation rettete Opfer das Leben

Am späten Donnerstagabend war es in einer Seitenstraße nahe der Theresienwiese zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Personengruppe und einem Taxigast gekommen. Der Grund ist nach wie vor unklar. Im Verlauf des Streits soll der Taxigast zwei junge Männer aus der Gruppe mit einer Stichwaffe, vermutlich einem Messer, angegriffen haben. Ein 21-jähriger Hamburger musste daraufhin mit lebensgefährlichen Verletzungen notoperiert werden. Ein 20-jähriger Aachener erlitt leichte Verletzungen an der Hand.

Täter und Begleiterin flohen

Nach der Auseinandersetzung flüchtete der Täter mit seiner Begleiterin zu Fuß und konnte trotz sofortiger Fahndung nicht gefasst werden. Vor zwei Tagen hatte die Polizei Fotos und ein Video aus Überwachungskameras veröffentlicht und so den Druck auf den Unbekannten und seine Begleiterin, die als Zeugin gesucht wurde, erhöht. Am Montag setzte die Behörde zusätzlich eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise aus.

Mordkommission plante Zugriff

Offenbar wurde der Druck für den Tatverdächtigen zu groß. Heute erschien der 38-Jährige in Begleitung eines Rechtsanwalts auf einer Münchner Polizeiwache. Damit kam der Mann der ermittelnden Mordkommission zuvor, der seit gestern konkrete Hinweise auf den Mann vorlagen. Ob und in welcher Form sich der Beschuldigte zu den Vorwürfen äußert, ist nicht bekannt. Er wird am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. Seine Begleiterin soll als Zeugin vernommen werden.

In einem weiteren Fall war ein Brite nach seinem Wiesnbesuch offenbar von jungen Männern niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Tatverdächtigen waren am Montag verhaftet worden.

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Sendung

BAYERN 1 am Nachmittag vom 27.09.2022 - 17:30 Uhr

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