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Chinesischer E-Commerce-Riese Alibaba will auch deutschen Online-Handel aufmischen

Chinesische Online-Giganten werden die deutsche Handelslandschaft aufmischen – davon sind Branchenexperten überzeugt, etwa die des gerade herausgekommenen Retail Journals. Allein zwei der chinesischen Konzerne könnten demnach im nächsten Jahrzehnt schon mehr umsetzen als die zehn größten deutschen Handelsgruppen zusammen.

Von: Astrid Freyeisen

Stand: 09.04.2018

Firmenstandort der Alibaba-Gruppe in Qianhai  | Bild: dpa/picture-alliance/Stringer

Mittelständler könnten an ihre Grenzen stoßen, wenn der Ansturm der Chinesen tatsächlich kommt. Alibaba, einer dieser chinesischen Konzerne, hat seine Deutschlandzentrale in München.

Ziel: Zwei Milliarden Kunden weltweit

Das Ziel des chinesischen Handelsriesen Alibaba: Zwei Milliarden Kunden weltweit im Jahr 2036. Knapp 20 Prozent aller Waren werden in China im Internet gekauft, und deutsche Produkte sind beliebt. Wer als Firma seinen Auftritt auf den Online-Marktplätzen passend macht – nämlich mit viel mehr Infos als Deutsche das mögen, der könnte folgendes erleben, sagt Alibabas Europachef Terry von Bibra:

"Es ist tatsächlich manchmal ein Problem. Ihr Geschäft in Deutschland wächst im einstelligen Bereich, und das können sie wunderbar homogen bewältigen. Und auf einmal werden sie in China entdeckt,  und dann ist es nicht einstellig, vielleicht nicht zweistellig, sondern dreistellig. Wir haben Beispiele von kleinen Marken, Kosmetikmarken aus Spanien, wo sie jetzt Fabriken bauen, so schnell sie können."

Terry von Bibra, Alibaba

Nicht nur mit großen Marken wie Adidas, Henkel oder Swarowski arbeitet Alibaba zusammen, sondern auch mit dem Mittelstand. Zielgruppe sind auch chinesische Touristen in Deutschalnd.  Damit sie auf Reisen wie zu Hause gewohnt per Smartphone zahlen können, ist Alibabas Tochterfirma Alipay bereits in Supermärkten und am Münchener Flughafen verfügbar.


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sympathie träger, Montag, 09.April, 14:16 Uhr

2.

die chinesen legen sicher auch mehr wert auf datenschutz als facebook . ausserdem können dann chinesische händler den deutschen staat dann um noch mehr mehrwertsteuer bescheisen als bisher . und wenn unsere wirtschaft noch abhängiger von chinesischen markt wird , dann wird der freihandel auf den china ja angeblich soviel wert legt, aber eigentlich noch nie selber praktieziert hat,, sicher nie realität oder nur weiter nach chinesischen vorgaben . der verbraucher sollte deshalb gut überlegen wo er was kauft und ob das billigste angebot langfristig wirklich noch günstig ist ?

Squareman, Montag, 09.April, 07:42 Uhr

1. Toll

Dann können wir endlich billige Kopien von Markenwaren direkt bestellen und müssen nicht mehr suchen. Ist dir ein LEGO Set zu teuer kaufe einfach bei Alibaba Lepin, eine 100%ige Kopie, zum halben Preis. Das Erfolgsmodell Chinas ist kopieren, ohne Rücksicht auf Rechte anderer. Jede Firma die in China produziert braucht einen chinesischen Partner. Es soll schon vorgekommen sein das eine Firma auf der anderen Straßenseite eins zu eins kopiert wurde. Und dann beschweren sich westliche Firmen. Wer so kurzsichtig ist, dem ist nicht zu helfen.

  • Antwort von Irrsinn eines sinnlosen Konsumens, Montag, 09.April, 08:18 Uhr

    Dank sei der Globalisierung! Blöd nur, dass es nicht immer nur zu unserem Vorteil ist! :)
    Ein Hoch auf die Umweltzerstörung, die damit einhergeht!
    Aber wir müssen ja wachsen! Egal, ob wir uns unseren Lebensraum damit auch zerstören!