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Verdi Ab morgen Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Nach den Ankündigungen von Verdi müssen sich Bürger in Bayern vor Ostern auf größere Warnstreiks im öffentlichen Dienst einstellen. Nach ersten Aktionen werde es in der kommenden Woche immer mehr "spürbare Arbeitsniederlegungen" geben, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Von: Birgit Harprath

Stand: 14.03.2018

Frau mit Trillerpfeife und Verdi-Tattoo | Bild: dpa-Bildfunk

Auch in Bayern setzt die Gewerkschaft Verdi nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde mit Bund und Kommunen die Aktionen im öffentlichen Dienst fort. Ab morgen soll es zu Warnstreiks unter anderem in Nürnberg, Erlangen, Straubing, Weiden und Ansbach kommen.

Von Kitas bis Wasserschifffahrtsämter

Das werde Stadtverwaltungen, Bauhöfe oder die Strassenreinigung treffen. Ganztägig gestreikt wird morgen laut Gewerkschaft bei den Wasser- und Schifffahrtsämtern des Bundes an den Standorten in Niederbayern (Deggendorf, Straubing). Kitas stehen bisher noch nicht auf dem Aktionsplan. Das werde sich nächste Woche aber ändern. Die Gewerkschaft will dann ihre Aktionen ausweiten.

Eventuell Osterreisende betroffen

Ob in den Osterferien auch die Flughäfen München und Nürnberg einbezogen werden , sei noch nicht entschieden, heißt es von Verdi Bayern auf Nachfrage. Auch der Beamtenbund hat bereits angekündigt, die bei ihm organisierten Beschäftigten zum Ausstand aufzurufen. Die Gewerkschaften fordern mindestens sechs Prozent für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifkräfte beim Bund und den Kommunen.

Die Arbeitgeber hatten beim zweiten Treffen in Potsdam kein Angebot vorgelegt. Weiterverhandelt wird am 15. und 16. April.


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Johann, Mittwoch, 14.März, 17:55 Uhr

2.

Da trifft sich wieder der Kindergarten mit seinen Trillerpfeifen, angetrieben von den wohlhabenden Funktionären.

  • Antwort von Cosi , Mittwoch, 14.März, 20:26 Uhr

    @Johann
    Eltern wollen immer mehr Eigenverantwortung für ihre Kinder abgeben.Dann müssen sie auch mehr dafür bezahlen.Wer arbeiten gehen will auf Kosten der Kinder der will ja auch seine Kinder in Guten Pädagogischen Einrichtungen wissen.Umsonst ist das nicht das kostet mehr Geld.

Oliver M., Mittwoch, 14.März, 15:45 Uhr

1. Wieder nur Symptombehandlung?

Kümmert Euch mal lieber um die tatsächlichen Probleme
- Kürzung solidarischer Leistungen, dafür zunehmend Eigenverantwortung für Rente und Gesundheit zugunsten gewinnorientierter Versicherungen unabhängig davon, ob sich der einzelne angesichts bspw. horrender Wohnkosten das leisten kann,
- horrende Kosten fürs Wohnen
- Wohnungsmangel
- Zweiklassengesellschaft
- ...

6 % ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein und führt dazu, dass woanders wieder die Kosten steigen. M.E. ist es an der Zeit, dass die Gewerkschaften Deutschlands einen Weg zu legalem Generalstreik finden. Die o.g. Punkte betreffen insbesondere die gering bezahlten unter Euren Schützlingen. Aber schon klar, regelmäßige Gehaltsforderungen sind für die Gewerkschaften hinsichtlich steigender Mitgliedsbeiträge lukrativer, als die Probleme zu lösen, dafür aber keine Gehaltssteigerungen fordern zu müssen. Und wer weiß, wie viele gut betuchte Gewerkschafter bspw. an dem Immobilienirrsinn selber gut verdienen ...