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Köln Zentralrat der Muslime schließt Geschäftsstelle nach Morddrohung

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat seine Geschäftsstelle in Köln nach Erhalt eines anonymen Briefes mit einer Morddrohung bis auf weiteres geschlossen. Der Brief erhielt zudem ein weißes Pulver, das sich allerdings als ungefählich erwies. Der Vorsitzende des ZMD Mayzek sagte dem Kölner Stadtanzeiger, der Zentralrat fühle sich nicht genügend geschützt.

Stand: 14.03.2018

Auf einem Polizeiauto der Münchner Polizei steht der Schriftzug "POLIZEI". Symbolbild Polizei | Bild: BR/Fabian Stoffers

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat seine Geschäftsstelle in Köln "bis auf weiteres" geschlossen. "Wir fühlen uns nicht ausreichend geschützt", sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Morddrohungen und weißes Pulver

Am Mittwochmorgen sei bei der Geschäftsstelle ein anonymer Brief mit einer Morddrohung eingegangen. Zudem habe sich in dem Umschlag weißes Pulver gefunden, das sich aber als ungefährlich herausgestellt habe. Die Polizei wollte "aus ermittlungstaktischen Gründen" laut Zeitung nicht mitteilen, welche Erkenntnisse sie zu dem Vorfall hat und wie der Drohbrief zu bewerten ist.

Angriffe in Berlin, Heilbronn, Meschede und Itzehoe

Der Staatsschutz habe Ermittlungen gegen unbekannt wegen Bedrohung aufgenommen. Anfang Februar war ein Mensch bei einem Anschlag auf eine Moschee des ZMD in Halle verletzt worden. Am vergangenen Wochenende gab es in Berlin, Heilbronn, Meschede und Itzehoe unter anderem Brandanschläge auf zwei Moscheen sowie Angriffe auf muslimische Kultureinrichtungen.


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