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Angriff auf Busfahrgäste Zehn Verletzte bei Gewalttat in Lübecker Linienbus

Bei einer Messerattacke in einem Linienbus sind in Lübeck nach neuen Angaben zehn Menschen verletzt worden. Der Angreifer wurde von Fahrgästen überwältigt und anschließend festgenommen. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 34 Jahre alten deutschen Staatsbürger iranischer Herkunft. Das Motiv ist noch unklar.

Stand: 20.07.2018

20.07.2018, Schleswig-Holstein, Lübeck: Einsatzkräfte stehen vor einem Bus (halb verdeckt) im Lübecker Stadtteil Kücknitz, in dem am Nachmittag ein Fahrgast Mitreisende mit einem Messer attackiert hatte. Dabei wurde acht Menschen verletzt. Der Täter ist in Polizeigewahrsam. Foto: Markus Scholz/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Markus Scholz

Bei der Attacke auf die Fahrgäste eines Lübecker Linienbusses sind nach neuesten Angaben zehn Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) wurden einige Fahrgäste durch Messerstiche, einige auf andere Weise verletzt. Der Busfahrer habe einen Faustschlag abbekommen.

Täter von Fahrgästen überwältigt

Der mutmaßliche Täter - bei ihm handelt es sich laut Innenminister Grote um einen 34 Jahre alten deutschen Staatsbürger iranischer Herkunft - griff nach Polizeiangaben Passagiere mit einem Messer an. Der Busfahrer habe nach der Attacke geistesgegenwärtig den Bus gestoppt und die Türen geöffnet, damit die Passagiere sich in Sicherheit bringen konnten. Zuvor hatte der mutmaßliche Täter versucht, in dem Bus Feuer zu legen.

Nach den Attacken im Linienbus konnten Fahrgäste den Täter überwältigen. Das sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck, Ulla Hingst, der Deutschen Presse-Agentur.

Tatverdächtiger in Polizeigewahrsam

Der Tatverdächtige sei in Polizeigewahrsam. Zudem sei der Kampfmittelräumdienst im Einsatz, um einen verdächtigen Rucksack in dem Bus zu untersuchen, sagte eine Sprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft. Das Motiv ist noch unklar. "Es liegen aktuell keine Hinweise auf eine politische Radikalisierung des Mannes und derzeit auch keinerlei Anzeichen auf einen terroristischen Hintergrund vor", erklärte die Polizei auf Twitter.

Der in Lübeck lebende Mann soll voraussichtlich am Samstagvormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft will einen Haftbefehl wegen versuchter vorsätzlicher Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung gegen ihn erwirken.


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