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Gratis-Phase endet Was man vor dem Windows-Update wissen sollte

Noch bis Freitag haben Nutzer der Windows-Versionen 7, 8 und 8.1 die Möglichkeit, ihr Betriebssystem kostenlos auf Windows 10 zu aktualisieren - 5 Dinge, die man vor einem Update beachten sollte.

Von: Florian Regensburger

Stand: 27.07.2016

Download-Webseite für das Betriebssystem Windows 10 von Microsoft  | Bild: Screenshot microsoft.com

Microsoft bietet Nutzern von Windows 7, 8 oder 8.1 noch bis einschließlich Freitag, 29.7., ein kostenloses Update auf Windows 10 an. Danach kostet etwa die Einstiegsversion Windows 10 Home 135 Euro. Für die meisten Anwender ist das Update sinnvoll - doch es gibt ein paar Dinge zu beachten.

1. Die Neuerungen

Im Update-Dialogfenster in Windows 8.1 läuft eine Uhr rückwärts, um die Nutzer an das Ende des kostenlosen Update-Angebots zu erinnern.

Das von vielen Nutzern bei Windows 8 schmerzlich vermisste Startmenü kehrt zurück. Der Sprachassistent Cortana, der in Zukunft eine immer wichtigere Rolle in der Bedienung von Microsoft-Produkten spielen soll, ist nur in Windows 10 verfügbar. Auch der neue Browser Edge - Nachfolger des Internet Explorers - läuft nur in Windows 10. Nur wer jetzt updatet, kann diese Dienste kostenlos nutzen.

2. Die technischen Anforderungen

Ältere PCs oder Mobilgeräte können Probleme mit den technischen Anforderungen von Windows 10 bekommen. So sind mindestens 2 GB Arbeitsspeicher, 1 GHz Prozessorleistung und eine Grafikkarte mit DirectX 9 oder höher (siehe auch Link am Ende des Artikels) erforderlich. Bei Tablets mit hoher Display-Auflösung kann auch noch mehr Arbeitsspeicher nötig sein. Diese Anforderungen sollten am besten großzügig erfüllt werden.

Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass ein PC oder Laptop mit Windows 10 zu Leistungsproblemen neigt, kann man innerhalb eines Monats wieder zur Vorgängerversion zurückkehren.

3. Die Sicherheit

Sicherheitstechnisch ist Windows 10 auf neuerem Stand als die Vorgängerversionen. Zwar liefert Microsoft auch für Windows 7 und 8 bzw. 8.1 regelmäßig Sicherheitsupdates. Version 10 hat aber als einziges System den ab Werk integrierten Microsoft-Virenschutz. Auch der Support endet bei den Vorgängerversionen früher: Windows 7 wird noch bis 2020, Windows 8 bzw. 8.1 bis 2023 und Windows 10 bis 2025 von Microsoft mit Sicherheitsupdates versorgt.

4. Der Komfort

Windows 10 bietet die besten Synchronisations-Möglichkeiten über mehrere Geräte hinweg. Wer etwa neben einem PC auch ein Smartphone oder Tablet mit Windows 10 nutzt, kann von allen Geräten aus über die Microsoft-Cloud auf Office-Dokumente und Kontakte zugreifen oder seine Browsereinstellungen auf das jeweils andere Gerät übernehmen.

Ältere gekaufte Software läuft unter Windows 10 im Kompatibilitätsmodus. Wer sich also etwa eine teure Grafik- oder Animationssoftware für mehrere Hundert Euro zugelegt hat, muss diese nicht neu kaufen, sondern kann sie im integrierten "Kompatibilitätsmodus" ausführen - eine wesentliche Verbesserung etwa zu Windows 8, wo teilweise umständliche Workarounds nötig waren, um ältere Software zu starten.

In aller Regel klappt die Windows-Aktualisierung auch ohne Datenverlust. Dennoch ist es sinnvoll, wichtige Daten für den Fall der Fälle zuvor auch noch an anderer Stelle zu speichern.

5. Der Datenschutz

Microsoft kann mit Windows 10 deutlich mehr Nutzungsdaten seiner Kunden erheben und auswerten, zum Beispiel Suchanfragen im Edge-Browser oder den Standort des Geräts. Vieles, wenn auch nicht alles, davon lässt sich bereits bei der Installation oder später in den Systemeinstellungen deaktivieren. Und: Die Datensammlung geschieht im Großen und Ganzen in ähnlichem Umfang, wie es etwa Android- oder iPhone-Nutzer auch Google oder Apple gestatten (müssen).


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