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Mehr Aushilfen Wie Aldi die Personalkosten senken will

Aldi ist bislang als Arbeitgeber bekannt, der seine Angestellten vergleichsweise sehr gut bezahlt. Doch zuletzt sind bei dem Discounter die Personalkosten stark angestiegen. Deshalb will Aldi Süd jetzt verstärkt auf Aushilfen setzen.

Von: Ralf Schmidberger

Stand: 18.06.2018

Logo Aldi Süd | Bild: picture-alliance/dpa

Aldi hat in den vergangenen Jahren seine Strategie geändert. Der Discounter hat das Sortiment deutlich erweitert und verkauft nun auch Markenartikel sowie noch mehr Aktionsware. Die Folge: Der Aufwand für die Beschäftigten steigt, denn Produkte werden weniger auf Paletten geliefert und müssen von Hand einsortiert werden.

Bisher hat Aldi Süd das mit seiner gut bezahlten Stammbelegschaft durch Überstunden bewältigt. Doch das hat die Personalkosten gemessen am Umsatz mittlerweile auf 8,4 Prozent anschwellen lassen. Das ist deutlich mehr als vor wenigen Jahren, wie Erhebungen zeigen. Nun will Aldi nach Informationen von Insidern gegensteuern und sucht verstärkt Aushilfen, Studenten und Mini-Jobber. Der Discounter selbst dementiert das nicht, spielt aber den Umfang herunter.

Gewerkschaft befürchtet Lohndumping

Das Verhältnis zwischen Aushilfen und übrigen Mitarbeitern werde sich nicht signifikant ändern, so Aldi gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Die Aushilfen werden dem Vernehmen nach zwar besser bezahlt als bei Konkurrenten wie Netto und Lidl, die schon länger mit Mini-Jobbern arbeiten.

Bei der Gewerkschaft Verdi sieht man das dennoch kritisch. Sie befürchtet den Beginn von Lohndumping.


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tell, Montag, 18.Juni, 16:39 Uhr

7.

So wird die 'Stimmung' in diesen Läden noch 'töter'.

Mair, Montag, 18.Juni, 15:23 Uhr

6. Zumutbar

Nun, den Eigentümer sind weitere Einschnitte sicher kaum zuzumuten, müssen sie ja schon die geringeren Zinsen auf ihr Milliardenvermögen ertragen !

Barbara, Montag, 18.Juni, 14:38 Uhr

5. Leute, die auf Mini-Jobs angewiesen sind, haben kein fixes Gehalt

und können daher oft nur den Mindestbeitrag in die Rente einzahlen. Das ergibt dann eine Rente von nur ca. 500 €! Kein Wunder, daß es Millionen Armuts-Rentner gibt, obwohl sie sich ein Leben lang geplagt haben.

Stefan Bubb, Montag, 18.Juni, 13:57 Uhr

4. Lohnkostensenkung

Absolut richtige Entscheidung.
Soll Verdi doch die Differenz bezahlen, anstelle immer weiter neue Forderungen zu stellen.
Erst fordern und im Anschluss jammern, wenn die Unternehmensseite mit solchen Reaktionen kommt. Die sind eh überbezahlt....

  • Antwort von forist, Montag, 18.Juni, 15:40 Uhr

    @Stefan Bubb

    Meines Wissens zahlt Aldi Süd über (Verdi)Tarif plus Sonderzahlungen.

Hein, Montag, 18.Juni, 13:48 Uhr

3. Personalkosten

Wieder eine großes Unternehmen das die Sozialversicherung Pflicht umgeht durch den Einsatz von Minijobs.
So können unsere Rentenkassen nicht bestehen. Da ist unbedingt die Regierung gefragt um solche Unternehmen wie Aldi Lidl und Edeka davon abzuhalten . Vielleicht sollte man eine Höchst Grenze einführen.