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Überblick Welche Versicherung bei Unwetter zahlt

Anpacken und aufräumen. Das heißt es für die Bewohner in den Unwettergebieten. Vor allem geht es jetzt auch darum, den Schaden abzuschätzen, der durch das Wasser entstanden ist. Und welche Versicherung die Kosten übernimmt.

Von: Wolfram Schrag

Stand: 13.06.2018

Unwetter in Schwebheim | Bild: BR

Schäden an Gebäuden

Es gibt drei Versicherungen, die für Unwetterschäden in Frage kommen:

  • Hausratsversicherung
  • Wohngebäudeversicherung
  • Elementarschadenversicherung

Hausratversicherung: Versichert sind alle Dinge, die man wegtragen kann. Von der Waschmaschine bis zum Laptop, Mobiliar, Lampen oder Bekleidung. Die Hausratversicherung springt ein bei Sturm, Hagel oder Hochwasser, unabhängig, ob man Mieter oder Vermieter ist. Die Versicherungssumme sollte 650 € / qm Wohnfläche betragen, um nicht unterversichert zu sein.

Wohngebäudeversicherung: Übernimmt Schäden am eigenen Haus durch Sturm, Hagel oder Blitzschlag, z.B. um für die Kosten zur Trocknung der Wände, je nach vereinbarter Versicherungssumme oder wenn ein Fenster durch Sturm zerstört wurde und Regenwasser eindringt. Diese ist übrigens keine Pflichtversicherung.

Rückstauschäden zusätzlich versichern

Aber Vorsicht: Schäden durch "Rückstau“ sind meist weder durch die Hausrat- noch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Das sind Überschwemmungen vor allem in Kellern, die durch eine überlastete Kanalisation entstehen. Da die Gemeinden und Kreise die Kanalisation nur bis zu einer bestimmten Regenmenge konzipieren müssen, kommen Überflutungen über die Kanalisation immer wieder vor. Insbesondere wer Kellerräume zu Büros oder eine Werkstatt ausgebaut hat, sollte sich zusätzlich versichern.

Elementarschadenversicherung: Sie deckt Flutschäden ab durch Überschwemmung und auch die Kanalisation. Hierbei ist aber zu beachten, dass es historisch gefährdete Gebiete gibt, in denen diese Versicherung sehr teuer ist oder neu gar nicht abgeschlossen werden kann. Wer einmal einen Schaden hatte, bekommt möglicherweise keinen neuen Schutz oder muss deutlich höhere Prämien zahlen. Es kann auch sein, dass der Selbstbehalt steigt. Ein bisschen ist dies wie bei der Kfz-Vollkaskoversicherung – je mehr Unfälle, desto teurer.

Was muss man nach einem Schadensereignis tun?

Schäden dokumentieren und alles fotografieren

Schaden mindern: Wenn durch Hagel Fenster zerstört werden, muss man möglichst schnell das Fenster abdichten, dass nicht auch noch Regen hereinströmt.

Dann sollte man den Versicherungsvertreter anrufen. Experten raten, bei der Regulierung nicht zu schnell auf Entschädigungsangebote einzugehen, sondern diese in Ruhe zu prüfen. Es ist bekannt, dass manche Versicherungen schnell eine relativ geringe Entschädigung anbieten.

Schäden an Autos

Bei Schäden an geparkten oder stehenden Autos greift die Teilkaskoversicherung. Sie ersetzt Schäden durch Beulen, die durch umstürzende Bäume oder Hagelschlag entstehen. Auch bei plötzlichen Überschwemmungen etwa in Tiefgaragen übernimmt sie die Schäden.

Wird ein Auto während der Fahrt von Bäumen oder Ästen getroffen, kommt es auf die genauen Umstände an. Stürzen Gegenstände plötzlich vor das Fahrzeug auf die Straße, greift die Teilkaskoversicherung. Liegen Hindernisse allerdings schon länger auf der Straße, hilft nach Angaben des ADAC nur eine Vollkaskoversicherung.

Ausnahmen: Nicht übernommen werden außerdem auch Schäden durch Überflutungen, wenn der Autofahrer sich fahrlässig selbst in Gefahr begibt. Das trifft etwa dann zu, wenn er eine durch eine überschwemmte Unterführung fährt und stecken bleibt.


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EWerner, Mittwoch, 13.Juni, 14:33 Uhr

3. Versicherungen

Nach den vielen Versicherungsschäden durch die Unwetter, wird es viele Versicherte nochmals treffen, dann wenn Ihre Versicherung kündigt.

  • Antwort von Vers.Kaufmann, Mittwoch, 13.Juni, 14:51 Uhr

    Warum wohl ? Geiz ist geil !
    Die Unternehmen bieten günstigst ihre Versicherungen an um
    Kunden zu gewinnen. Mit den niedrigen Beiträgen und zuvielen Schadensfällen
    stimmt aber die Bilanz nicht mehr. Also...

Meier, Mittwoch, 13.Juni, 13:37 Uhr

2. Leistung

Meist zahlt doch die Versicherung bei der man einen Vertrag abgeschlossen hat, oder hat sich da was geändert, dass das Risiko sozialisiert wurde auf alle Versicherungen und nur der Gewinn bleibt bdei der die den Vertrag hat ?

Oberlehrer, Mittwoch, 13.Juni, 13:34 Uhr

1. Was eine Versicherung bezahlt? - Das ist ganz einfach zu lösen.

Schäden, die nicht oder nur selten eintreten bezahlt eine Versicherung.

Schäden die machmal oder häufig eintreten werden meistens nicht bezahlt, nicht versichert oder nur mit horrend hohen Beiträgen versichert.

Schäden die versichert sind und bezahlt werden müssten, werden ab einer bestimmten Höhe verschleppt, verzögert, akribisch eingewendet oder die Haare in der Suppe der Versicherungsbedingungen gesucht. Gut, dass niemand das Kleingedruckte liest, versteht oder vergleicht.
Klagen bis zum Erbrechen und hohe Kosten für Gerichtsverfahren dazu noch ein Prozesskostenrisiko des unterliegens vervollständigen die vermeintliche "Vollkaskomentalität".
Versicherungen sind nur in der Werbung schön oder bei Peanuts.

  • Antwort von Vers.Kaufmann, Mittwoch, 13.Juni, 14:47 Uhr

    Die bösen Versicherungen !
    Bei Einzelfällen haben Sie sicher recht.
    Oft werden aber bei Vertragsabschluss
    vom Versicherungsnehmer Falschangaben gemacht, oder auch Leistungen erschlichen.
    Der bekannte Kavaliersdelikt. Sogar in meinem Bekanntenkreis kenne ich viele
    Versicherungsbetrüger.
    Somit müssen Vers.Unternehmen genauestens prüfen.
    Daran denkt niemand, dass er/sie alle schädigt. Zahlen mit ihren Beiträgen
    tun das nämlich alle. Ich selbst habe Leistungsauszahlungen geprüft und
    kann Ihnen versichern, wenn alles rechtens war, haben wir bezahlt.