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Heide in Schleswig-Holstein Vier Menschen durch Wildschweine verletzt - ein Tier erschossen

Vier Menschen in Heide sind durch wildgewordene Wildschweine teils schwer verletzt worden. Polizisten und Jäger sind im Einsatz. Ein Tier konnte erschossen werden, das andere macht die Innenstadt noch unsicher.

Stand: 20.10.2017

Aggressive Wildschweine verletzen Menschen in Heide | Bild: picture alliance / Helge Holmson/dpa

Ausnahmezustand in Heide: Zwei aggressive Wildschweine haben im schleswig-holsteinischen Heide vier Menschen zum Teil schwer verletzt. Wie die Polizei in Itzehoe mitteilte, liefen die ausgewachsenen Tiere seit dem Morgen durch die Straßen und drangen in eine Sparkasse am Marktplatz ein. Jäger erschoss eines von ihnen vor dem Gebäude, das andere Schwein flüchtete. Von ihm fehlte bis zum Mittag noch jede Spur.

Anwohner sollen in den Häusern bleiben

Die Polizei hatte die Bevölkerung zwischenzeitlich dazu aufgerufen, in den Häusern zu bleiben, die Innenstadt zu meiden sowie "vor allem" nicht die Arbeit der Einsatzkräfte zu behindern. Polizisten und Jäger versuchten gemeinsam, die Wildschweine "außer Gefecht zu setzen".

Polizisten war es eigenen Angaben zufolge gelungen, eines der wildgewordenen Tiere im Vorraum der Sparkasse festzusetzen. Über den Kurzbotschaftendienst Twitter wurden Bilder veröffentlicht, auf denen zu sehen war, wie zwei querstehende Streifenwagen den Eingang versperrten. Im Gebäude festsitzende Menschen wurden laut Polizei mit Drehleitern der Feuerwehr über Fenster in Sicherheit gebracht. Ein Jäger erschoss das Tier dann später vor der Bank.

Das zweite Wildschwein noch immer frei

Dem zweiten Wildschwein gelang die Flucht, am Mittag war es nach Angaben der Einsatzkräfte verschwunden.

Jäger waren demnach noch mit einer Nachsuche beschäftigt. Die Polizei rief die Menschen weiter auf, wachsam zu bleiben. Es könne noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden.


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