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Autonomes Fahren Vernetzte LKW auf der A9

Als weltweit erster Logistikanbieter hat DB Schenker heute zusammen mit MAN und der Hochschule Fresenius zwei digital vernetzte LKW in den Praxiseinsatz geschickt. Sicherer, effizienter und umweltfreundlicher soll der LKW-Verkehr dadurch in Zukunft werden.

Von: Walter Kittel

Stand: 25.06.2018

Autonom fahrende Lastwagen der DB-Tochter Schenker fahren auf der Autobahn A9 zwischen München und Nürnberg.  | Bild: dpa-Bildfunk

Ein LKW fährt vorne weg, der zweite automatisch hinterher. Abstand, Tempo und Richtung gibt der vorausfahrende LKW vor. In beiden LKW sitzen zwar noch Fahrer, doch der im hinteren soll vor allem das System überwachen. Nur in brenzligen Situationen soll er noch das Steuer übernehmen, zum Beispiel an dicht befahrenen Autobahnkreuzen.

Hersteller versprechen Effizienz und mehr Sicherheit

Einer der größten Vorteile der im Abstand von nur 15 bis 20 Meter fahrenden LKW-Duos sei die Spritersparnis, erklärt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. In seinem Beisein starteten die LKW von Neufahrn bei München Richtung Nürnberg. "Wir fahren da im Windschatten, das heißt, wir werden da 10 Prozent der Verbräuche einsparen. Und wir haben Top-Moderne Ausstattung im Fahrzeug. Das Fördern wir mit vielen Millionen Euro", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Auswirkungen auf Fahrer

Die moderne Technik soll auch dazu dienen, die Auswirkungen des automatisierten Fahrens auf die Fahrer zu untersuchen. Forscher interessieren sich unter anderem für psychologische Auswirkungen wie Ermüdungserscheinungen. Beim weltweit ersten Praxistest wird aktuell noch ohne Ladung geprobt. Anschließend sind die LKW drei Mal täglich mit Gütern wie Maschinenteilen, Getränken oder Papier unterwegs.


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