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Blitz und Donner, Starkregen und Hagel Unwetter wüten in Oberfranken und in der Oberpfalz

Voll gelaufene Keller und umgestürzte Bäume - Unwetter haben vor allem in Oberfranken und in der Oberpfalz Schäden verursacht. Aktuell gilt für verschiedene Regionen in Bayern noch eine Unwetterwarnung.

Von: Von BR-Korrespondenten

Stand: 11.06.2018

Riesengroße Hagelkörner bei einem Unwetter in Hirschaid. | Bild: News 5

Unwetter haben vor allem in Oberfranken und in der Oberpfalz Schäden verursacht. In Oberfranken registrierten die Einsatzkräfte vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume: In Bamberg, Forchheim, Bayreuth und Kulmbach musste die Feuerwehr 200 mal ausrücken, auch die Polizei wurde zu 30 Einsätzen gerufen. Schwerpunkte waren der südliche Landkreis Bamberg und der Bereich Pegnitz. Das Unwetter kam von Westen her, vor allem über Hirschaid im Landkreis Bamberg hat es stark gewütet. Im Laufe des Nachmittags zog das Gewitter weiter Richtung Pegnitz. In der Gemeinde Prebitz standen mehrere Straßen unter Wasser. Außerdem überspülte der Starkregen die Bahnstrecke zwischen Pegnitz und Speichersdorf. Der Bahnverkehr ist in diesem Bereich eingestellt. Wie lange die Sperrung noch andauert, steht derzeit nicht fest.

Gregori-Fest abgesagt

Nach dem heftigen Unwetter über Pegnitz, sagte die Stadt das für heute geplante Gregori-Fest ab. Die Festwiese sei in einen See verwandelt worden und die Wege voller Furchen, hieß es aus dem Rathaus. Das Gregoriusfest ist ein Kinderfest mit einer fast tausendjährigen Tradition. Zu Ehren des so genannten Kinderpapstes, Gregor I., wird das Fest mit einem bunten Kinderzug gefeiert. Im Raum Ansbach in Mittelfranken musste die Feuerwehr zu knapp 30 Einsätzen ausrücken. Laut Leitstellelle liefen mehrere Keller voll.

Schäden in der Oberpfalz

In Furth im Wald verursachte ein schwerer Hagelschauer von gerade einmal zehn Minuten Schäden. Wie Bürgermeister Sandro Bauer dem BR sagte, sind tischtennisballegroße Hagelkörner niedergegangen, teilweise seien sie sogar faustgroß gewesen. Mehrere Dächer wurden schwer beschädigt. Mindestens eines wurde abgedeckt, zahlreiche Dachfenster wurden durchschlagen. Schwer getroffen wurde auch die Pfarrkirche von Furth im Wald. Das Dach wurde auf einer Seite beschädigt. Außerdem zerschlug der Hagel mehrere Kirchenfenster. Im gesamten Stadtgebiet wurden Autos zerbeult und Autoscheiben zerschmettert.

Die Nordoberpfalz kam dieses Mal vergleichsweise glimpflich davon. In Pressath liefen elf Keller voll, dazu gab es im Raum Eschenbach laut Polizei zwei Blitzeinschläge. Die Folgen der Einschläge sind noch nicht bekannt. In Parkstein (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) und Neusorg (Lkr. Tirschenreuth) fiel der Strom aus. In Kirchendemenreuth hagelte es so stark, dass im Ortsteil Steinreuth eine Straße leicht mit Schlamm überschwemmt wurde. In Windischeschenbach liefen zwei Keller mit geringer Wassermenge voll. Hier war die Neustädter Straße kurz überflutet - genauso wie die Unterführung nach Neuhaus. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

In den nächsten Tagen kommt kühlere Luft

Schwülheiße Tage mit unwetterartigen Gewittern - damit ist in Deutschland erst einmal Schluss: Von Nordosten her zieht kühlere Luft heran, die von heute an das Wettergeschehen in weiten Teilen des Landes prägt. Laut Deutschem Wetterdienst ziehen sich die letzen Gewitter am Dienstag in den Süden zurück. Morgen erden voraussichtlich nur noch 20 Grad erreicht.

Doch die Abkühlung ist nur von kurzer Dauer: Ab Donnerstag geht es mit den Temperaturen schon wieder nach oben.  


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