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Großeinsatz in Garmisch Unwetter in Südbayern - Mann stürzt in Partnach

Wieder Unwetter und Überschwemmungen in Bayern: In Garmisch-Partenkirchen ist eine Person von den Wassermassen der Partnach mitgerissen worden. Rettungskräfte suchen nach dem Vermissten. Überflutungen werden auch aus München und dem Allgäu gemeldet.

Von: Henning Pfeifer und Martin Breitkopf

Stand: 12.06.2018

In Garmisch.Partenkirchenkirchen ist eine Person nach starken Regenfällen von den Wassermassen in der Partnach mitgerissen worden | Bild: BR/Martin Breitkopf

Unwetter mit Starkregen haben erneut in Teilen Bayerns zu Überschwemmungen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Dieses Mal hat es vor allem das südliche Oberbayern getroffen.

In Garmisch-Partenkirchen wurde am Nachmittag eine Person vom Fluss Partnach mitgerissen, der infolge eines Starkregens angeschwollen war. Umgehend startete eine großangelegte Suchaktion, wie ein Polizeisprecher dem Bayerischen Rundfunk mitteilte. Sie wurde bis zur Dunkelheit fortgesetzt.

Augenzeugen hatten beobachtet, wie der Mann in den Fluss gestürzt war - der Vermisste soll auf Höhe des Wehrs nahe dem Skistadion gestanden haben. Wasserretter rückten an, Feuerwehreinsatzkräfte bezogen Position auf Brücken. Der Pegel der Partnach in Partenkirchen schnellte binnen einer Stunde von 56 Zentimetern auf 1,70 Meter nach oben.

Rettung aus der Klamm

Zeitgleich wurden sechs Touristen in der Partnachklamm vermisst - auch hier lief eine Suchaktion an. Bergretter versuchten in die Klamm zu kommen, mussten aber aufgrund der Wassermassen umkehren. Wenig später konnte Entwarnung gegeben werden: Die Touristen konnten sich von selbst aus der Partnachklamm retten und waren bereits wieder bei ihrer Gruppe. Mit einer Drohne wurde die Partnachklamm abgeflogen, um auszuschließen, dass weitere Personen eingeschlossen sind.

Überschwemmungen auch in München

In den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und in der Region Bad Tölz kam es wegen Starkregens zu mehreren Einsätzen. Durch das Unwetter liefen zahlreiche Keller voll Wasser, es kam zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Eine Straße musste wegen eines Murenabgangs gesperrt werden.

Später zog das Unwetter Richtung München, wo ebenfalls große Regenmengen fielen. Die Feuerwehr berichtet von derzeit 115 Einsätzen. Mehrere Unterführungen, Tiefgaragen und Keller wurden überschwemmt, so ein Sprecher der Branddirektion. Unter anderem wurde ein Teil des Mittleren Rings überflutet. 350 Kräfte von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr sind im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.

Staatsstraße wegen Überflutung gesperrt

Ganz Südbayern ist von den Regenfällen betroffen. In der Region um Rettenberg haben die Niederschläge zu Überschwemmungen geführt, wie die Polizei Schwaben Süd/West berichtet. Die Staatsstraße 2007 wurde wegen Überflutung und Schlamm.

Am westlichen Ortsrand von Rettenberg sind mehrere Wohnhäuser in einer abseits gelegenen Siedlung überschwemmt worden, nicht nur Keller, auch Wohnräume standen laut Polizei unter Wasser. Außerdem wurde die Anwohnerstraße stark beschädigt.

Auch Raum Landshut betroffen

Auch im Raum Landshut war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Bäche schwollen an und traten über die Ufer. Mehrere Straßen wurden überschwemmt und mussten gesperrt werden. Die Einsatzkräfte verteilten Sandsäcke. Auch in Geisenhausen waren Keller sind vollgelaufen und müssen abgepumpt werden.


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