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Vierköpfige Familie steht vor dem Nichts Zerstörtes Haus in Himmelstadt: Bewohner noch im Krankenhaus

Auch zwei Tage nach der Explosion eines Hauses in Himmelstadt sind die vier Bewohner noch im Krankenhaus. Die Familie steht vor dem Nichts. Nachbarn haben schon angeboten, die Familie bei sich aufzunehmen. Die Ursache der Explosion ist weiter unklar.

Stand: 06.06.2018

Zerstörtes Wohnhaus in Himmelstadt | Bild: BR-Mainfranken/Albrecht Rauh

Laut Polizeipräsidium Unterfranken befinden sich die Eltern und die beiden Söhne im Alter von 23 und 21 Jahren im Krankenhaus. Drei Mitglieder der Familie sind leichter, eines mittelschwer verletzt. Zunächst hieß es, der 53-jährige Vater habe schwere innere Verletzungen, doch das bestätigte sich in der Klinik jedoch nicht. Nachdem ihr Wohnhaus im Himmelstadter Altort zerstört ist, steht die Familie mit geringem Einkommen vor dem Nichts. Aus der Nachbarschaft ist bereits ein Wohnraum-Angebot da. Himmelstadts Bürgermeister Gundram Gehrsitz hat unterdes mit der Kirchenverwaltung Kontakt aufgenommen, um abzuklären, wie man der Familie helfen könne.

Ruine muss von Experten begutachtet werden

Nach einer Verpuffung ist das über 100 Jahre alte Haus akut einsturzgefährdet, deshalb ist es auch für die Kriminalpolizei nicht begehbar. In Absprache mit dem Landratsamt, der Staatsanwaltschaft und der Polizei wird derzeit geprüft, ob es abgestützt, abgerissen oder zurückgebaut wird. Die Vorderseite des Hauses ist vom Erdgeschoss bis zum Dach komplett aufgerissen. Vor dem Haus häufen sich Schutt sowie das Hab und Gut seiner Bewohner. Auch zwei Tage nach der Explosion kann die Polizei noch nichts zur Ursache sagen. Der Ursprungsort der Explosion sei im Keller des Hauses. Gas als Ursache wird mittlerweile ausgeschlossen.


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