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Raubtier unter Verdacht Reisst ein Wolf Schafe im Odenwald?

Im Odenwald, nahe der bayerisch-hessischen Landesgrenze, sind Landwirte und Tierhalter besorgt. In den vergangenen Tagen sind dort zwei Schafherden angefallen worden. Außerdem wurde ein Wolf gesichtet. Ist er für die toten Schafe verantwortlich?

Von: Farsin Behnam

Stand: 23.11.2017

ARCHIV - Ein Wolf (Canis Lupus Lupus), aufgenommen am 18.01.2017 in einem Gehege des Biotopwildpark Anholter Schweiz in Isselburg (Nordrhein-Westfalen). Die Umweltminister von Bund und Ländern kommen am 17.11.2017 in Potsdam (Brandenburg) zusammen, um über den aktuellen Stand des Schutzes des Wolfes, des Diesel-Skandals und die Klimaschutzpläne von Bund und Ländern zu sprechen. (zu dpa vom 16.11.2017) Foto: Bernd Thissen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Bernd Thissen

Der Schäfer Maximilian Kobold aus dem bayerischen Kirchzell ist ein Betroffener. In seiner Herde wurden sieben Schafe getötet, vier andere verletzt. Er ist sich sicher: „Das war der Wolf“.

Wolf in Wald-Michelbach fotografiert

Tatsächlich ist im September im hessischen Wald-Michelbach, etwa 25 Kilometer entfernt von Kirchzell, ein Wolf fotografiert worden. Jetzt sollen Laboruntersuchungen ergeben, ob er tatsächlich für die toten Schafe im Drei-Länder-Eck von Bayern, Hessen und Baden-Württemberg  verantwortlich ist. DNA-Spuren wurden an das Labor für Wildtiergenetik in Gelnhausen (Hessen) gesandt. Mit Ergebnissen wird Mitte Dezember gerechnet. Experten schließen bisher zumindest nicht aus, dass auch ein Luchs oder vielleicht ein Hund die Tiere gerissen haben könnte.

Hintergrund zum Wolf in Bayern

Der Wolf galt in Bayern seit 1882 als ausgerottet. Seit zehn Jahren etwa gibt es aber wieder regelmäßige Sichtungen: Wölfe tappen in Fotofallen oder hinterlassen Fell- oder Speichelspuren. Bei den meisten handelt es sich wohl um Einzelgänger auf der "Durchreise": Weil männliche junge Wölfe über sehr weite Entfernungen wandern und sich ein eigenes Revier suchen, streifen sie dabei auch gelegentlich durch Bayern. Seit 2016 gibt es aber auch erstmals wieder standorttreue Wölfe in Bayern: Ein Wolfspaar ist am Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz zuhause, ein weiteres im Bayerischen Wald. Dort sind im Juli 2017 drei Jungtiere in eine Fotofalle getappt. Das erste nachgewiesene bayerische Wolfsrudel! Die Ausbreitung der Wölfe stößt in Bayern auch auf Kritik.


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Battefeld, Samstag, 25.November, 13:29 Uhr

10. Gerissene Schafe im Odenwald

Die Schafsrisse im südlichen Odenwald waren einfach vermeidbar. Wie in den Pressefotos und Fernsehberichten ersichtlich, waren in Mossautal und Hesseneck die Tiere auf langer Strecke entlang eines Bachs gar nicht eingezäunt. Dies ist nach den einschlägigen landwirtschaftlichen Merkblättern kein ordnungsgemäßer Herdenschutz. Tip für alle Tierhalter: Gegen Hunde oder Wölfe hilft nur ein ordnungsgemäßer Grundschutz, besonders ein Elektrozaun.

Hinterfrager, Donnerstag, 23.November, 16:50 Uhr

9. Wolf Foto

Ist beim BR wirklich kein anderes Wolf Foto verfügbar? Will man Stimmung machen, oder ist jemand " bei der Zunft" Ein kleines Beispiel, wie man manipulieren kann. Schade , lieber BR

  • Antwort von Jutta M., Donnerstag, 23.November, 21:53 Uhr

    Hmm. Das ist ein Bild, das einen Wolf zeigt. Und weiter? Was ist Ihr Problem?

Elvira, Donnerstag, 23.November, 16:44 Uhr

8. Wolf

Wenn die Jäger auf Drückjagden verzichten würden, ( widerrechtlich durch Staatsforstbeamte im FFB Kreis geschehen ) und nachdem in einem "Fremdbeitrag", das Reh als Nichtsnutz klassifiziert wurde s und abgeschossen gehören, warum lässt man es dann nicht dem Wolf. Oder soll der Gras fressen. Und befürchtetem Baumverbiss kann man vorbeugen. Aber das kostet ja wieder!! Dann lieber weg mit Wolf und Reh- Der Mensch ist manchmal wirklich grenzwertig.

Anderl, Donnerstag, 23.November, 15:31 Uhr

7. Wolf oder Wiese

Es ist immer leicht, sich eine Art Zoo herbeizuwünschen. Mit Wolf und Biber.

Es ist auch nicht so, dass Schafe nur für den Fleischbedarf im Eigeninteresse gehalten werden.

Es ist nun einmal die übliche und beste Landnutzung, die nicht für Lebensmittel anbaufähigen Bereiche unseres Landes als Wiese und somit Nahrunsgrundlage für Weidetiere zu nutzen. Diese dienen wiederum als Nahrungslieferanten für den Menschen. Im Prinzip wird alles vor Ort produziert und verbraucht. Nachhaltig und resourcenschonend Wir brauchen keine Flugzeugladungen oder Lkw-Lieferungen von Weit her. Durch diese Landnutzung in Verbindung mit der dichten Bevölkerung haben wir aus einer "wilden Landschaft" eine Kulturlandschaft geschaffen.

Wer also die Wildnis wieder zurückbekommen will, mit Wolf und Co. ist also gleichzeitig gegen blühende Blumenwiesen, Magerrasen und Streuobstwiesen mit all ihrer Tier und Pflanzenwelt. Ohne Weidetierhaltung sterben diese artenreichsten Biotope Mitteleuropas nämlich aus.

Hrdlicka, Donnerstag, 23.November, 15:13 Uhr

6. Um Gottes Willen

Um Gottes Willen, schon wieder ein "Schadtier" in Bayern....