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Landesgartenschau Würzburg Selbstversuch: Wie lebt es sich in einem Mini-Haus?

Klein, fein und mein – das könnte das Motto der Mini-Häuser sein, die sich auf der Landesgartenschau in Würzburg präsentieren. Wie praktisch und komfortabel sind diese Häuschen tatsächlich? BR-Reporterin Nathalie Bachmann wagt den Selbstversuch.

Von: Nathalie Bachmann

Stand: 17.05.2018

Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Bad, Esszimmer – verteilt auf knapp 50 Quadratmetern. So groß ist das Reich, das BR-Reporterin Nathalie Bachmann für rund 24 Stunden beziehen wird.

Liveblog Selbstversuch - Wohnen im Tiny House

Von Unwichtigem trennen

Das Besondere: Es handelt sich um keine Wohnung, sondern um ein freistehendes Haus. "Tiny Houses" heißen diese Mini-Häuser, die dem Bewohner alles bieten sollen, was er braucht. Klar ist: Wer das Wohnen auf 50 Quadratmeter oder noch weniger reduziert, muss sich von vielem trennen – was ja auch positiv sein kann. Eben: Sein Leben entrümpeln.

Wohnform der Zukunft

Mini-Haus auf der Landesgartenschau in Würzburg

Gleichzeitig gelten die Tiny Houses als Wohnform der Zukunft: Die Häuser können relativ schnell auf einem Lkw von A nach B transportiert werden und sind somit flexibel. Zudem brauchen sie nicht viel Platz, können ohne viel Vorarbeit auf- und auch wieder abgebaut werden. Am Ende hat man ein Eigenheim, das zwar relativ klein ist – aber dadurch auch deutlich weniger kostet. Und wer will, kann die Einrichtung gleich mitkaufen. Praktisch eigentlich. Aber kann ein Mensch auf Dauer wirklich auf so einer kleinen Fläche leben? Bietet so ein Mini-Haus genügend Platz und Komfort? Oder muss man auf Vieles verzichten?


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Bauingenieur, Sonntag, 20.Mai, 06:20 Uhr

10. Luxusprobleme

Wenn 50m² für eine Person nicht reichen, dann verstehe ich die Welt nicht mehr - der Flächenverbrauch für eine Siedlung mit solchen Häusern wäre aber bei Beachtung aller Vorschriften der BayBO zu Abstand etc. enorm - Aber wo sind hier unserer Flächenverbrauchsgegner ?? Jetzt mal ehrlich für dieses Geld könnte mit sinnvollem Geschosswohnungsbau oder auch kleinen Reihenhäuschen auf weniger Fläche mehr Wohnraum geschaffen werden. Beim BAUHAUS DESSAU waren die Architekten in den 1920er Jahren schon weiter als heute - bitte da mal nachblättern.

Miranda, Samstag, 19.Mai, 19:31 Uhr

9. ÄH Min-Haus???

50 qm soll ein Mini-Haus sein?? OHNE WORTE!
Bitte mal nachlesen, wieviel Wohnraum Menschen mit Hartz-IV oder HLU zusteht.
Da leben auf 50 qm oft 2 oder mehr ohne den Luxus zu haben, keine unmittelbaren Nachbarn zu haben.
Das Schuh-Problem haben sie allerdings nicht, mangels Geld für umfangreiche Garderobe.
Für mich ist ein echtes Tiny-Haus ein größerer Wohnwagen, halt andere Bauart.

Nicht Lustig, Samstag, 19.Mai, 16:34 Uhr

8.

Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Bad, Esszimmer – verteilt auf knapp 50 Quadratmetern. So groß ist das Reich, das BR-Reporterin Nathalie Bachmann für rund 24 Stunden beziehen wird.
"Sie haben mich mit Essen und Trinken und guten Tipps versorgt, wie man die Nacht auf dem Landesgartenschaugelände gut übersteht. Vielen Dank auch an alle anderen, die mich (moralisch) unterstützt haben."

Sehr geehrte Frau Bachmann, ich bin doch sehr verwundert. Ihr Artikel erweckt den Eindruck das Sie genötigt wurden 24 Stunden in einem Bretterverschlag an einer Müllkippe zu verbringen und nicht in einer gut ausgebauten und modernen Wohnung in einem extrem gepflegten und sauberen Park.

  • Antwort von Miranda, Samstag, 19.Mai, 19:34 Uhr

    Danke für wahre Worte! @ Nicht Lustig

Drexler, Samstag, 19.Mai, 11:57 Uhr

7. Wohnen auf kleiner Fläche

Wohnen auf kleiner Fläche ist nicht das große Problem, zuviel Wohnraum verführt nur zum Einlagern von allem Möglichen.
Das größere Problem ist die Grundstücksgröße. Kann ich mich in den Garten setzen, ohne den Nachbarn zwei Meter neben mir zu haben.?
Kann ich in meinem Garten Ruhe finden, oder bin ich life bei allen Outdoor Tätigkeiten dabei.? Das ist, so glaube ich jedenfalls das große Problem.
Hier wird Lebensqualität der Nachverdichtung geopfert. So gesehen eigentlich das wichtigere Thema für eine Landesgartenschau.

Peter, Samstag, 19.Mai, 10:43 Uhr

6. Nix Neues ...

... gibts in Frankreich und England seit über 30 Jahren und nennt sich dort "Mobilehomes".
Und wer das testen will - gibts bei jedem größeren Reiseveranstalter zu mieten.

  • Antwort von T3-fan, Samstag, 19.Mai, 19:15 Uhr

    Habe jahrelang bis zu 8 Wochen in einem MH Urlaub gemacht.Im Sommer schön,aber heiß,im Winter a****kalt.
    Außerdem glaubt man bei einem Sturm davonzufliegen!