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Tag der Infanterie Schüler informieren sich in der Saaleck-Kaserne Hammelburg

Wie fühlt es sich an, Soldat zu sein? Was genau ist die Mission der Bundeswehr und in welchen Ländern geht sie ihr nach? In Hammelburg durften Schüler einen Blick hinter die Mauern der Saaleck-Kaserne werfen.

Stand: 12.07.2018

Rund 140 Schüler aus Unterfranken nutzten den Besuchstag und besichtigten das Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg. Die Einladung richtete sich an Gruppen ab 20 Personen ab der 8. Jahrgangsstufe.

"Ich erlebe es immer wieder, dass ich als Soldat angesprochen werde: Was macht denn eigentlich die Bundeswehr da oben? Und: Früher konnte man da hoch gehen, geht das noch? Ja, das geht, das wollen wir heute hier zeigen. Wir haben alle Schulen angeschrieben in Hammelburg und den angrenzenden Gemeinden. Wir haben sie eingeladen, hier zu uns auf den Lagerberg zu kommen und sich einen Einblick zu verschaffen: Was macht das Ausbildungszentrum Infanterie und was ist Infanterie."

Jan Volkmann, Jugendoffizier des Ausbildungszentrums Infanterie

Die jungen Frauen und Männer durften am Schülertag Ausrüstungsgegenstände anprobieren wie schusssichere Westen, Rücksäcke oder Helme und sich damit gegenseitig fotografieren.

Offen und ehrlich bei unbequemen Fragen

Was macht eigentlich genau die Bundeswehr in Hammelburg? Ausbilder führten die Schüler durch die Kaserne und beantworten die Fragen der Kinder und Jugendlichen. Sie hatten auch unbequeme Fragen, immerhin sind die Soldaten auch in Krisengebieten im Einsatz und dort einigen Gefahren ausgesetzt. General Andreas Hannemann, Kommandeur des Ausbildungszentrums, ging sehr offen mit diesen negativen Aspekten um.

Schießen und beschossen werden gehört zum Soldatenleben

Neben Gebirgsjägern, Panzergrenadieren oder Fallschirmjägern gebe es zwar auch humanitäre Einsatze und zivile Berufe. Aber: Wer Soldat werden will, der müsse damit rechnen, dass er auf andere Menschen schießen müsse oder von anderen beschossen werde. Das gehöre zu diesem Job dazu. Für die meisten Schüler sei das ein Aspekt der Bundeswehr, den sie erst in der Kaserne richtig begreifen würden.

"Sie können ja nicht im Ernst Stationen mit Waffen zeigen, Leute die aus drei Truppengattungen, alle drei der Kampftruppen sind, die im Einsatz waren, die zum Teil Kämpfe auch erlebt haben, die Ausrüstung dafür zeigen und dann auch anschließend sagen, das ist eine spätere Möglichkeit für Euch, ohne den gefährlichsten Teil dieses Berufs dabei zu benennen."

General Andreas Hannemann, Kommandeur des Ausbildungszentrums


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Jürgen Herberich, Freitag, 13.Juli, 10:35 Uhr

2. Unter 18 nie

Die Aktion in Hammelburg passt zur Rekrutierungspraxis der Bundeswehr, die schon auf 17-Jährige als Soldatinnen und Soldaten abzielt. Aber: Unter 18-Jährige dürfen in Deutschland nicht wählen, sie dürfen nicht selber Auto fahren oder gewaltverherrlichende Videospiele spielen. Jungen und Mädchen dürfen aber mit 17 Jahren schon zur Bundeswehr gehen, dort Panzer fahren und in Techniken der realen Kriegsführung ausgebildet werden, einschließlich der simulierten Tötung. Sie bekommen dort dasselbe militärische Training wie Erwachsene. Damit gibt Deutschland auch international ein ganz schlechtes Beispiel ab: Nur wenige Staaten weltweit rekrutieren noch Minderjährige.

1A_Landei, Donnerstag, 12.Juli, 13:26 Uhr

1. Die allgemeine Wehrpflicht ...

... hätte niemals aufgegeben werden dürfen! Das zähle ich auch auf das Versagenskonto von "Mutt", Karl-Theodor und der - nach meiner Auffassung - weiterhin überflüssigen FastDreiProzent Partei.