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Rückbau in Grafenrheinfeld Atomkraftwerk soll bis 2035 verschwinden

Nachdem das Bayerische Umweltministerium die Genehmigung zum Rückbau des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld bei Schweinfurt erteilt hat, nennt der Betreiber PreussenElektra nun einige Eckdaten des Projekts. Bis 2035 soll der Rückbau abgeschlossen sein.

Von: Klaus Rüfer

Stand: 12.04.2018

Ein Wegweiser mit der Aufschrift "Fahrradweg Grafenrheinfeld" ist am 23.10.2016 vor dem ehemaligen Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld (Bayern) zu sehen | Bild: picture-alliance/dpa

Der Atommeiler wurde am 27. Juni 2015 nach 33 Jahren Betrieb abgeschaltet. Nun erfolgt der Rückbau "von Innen nach Außen", wie das Unternehmen erklärt. Ab Mitte Mai sollen abgebrannte Brennelementen in Castoren verpackt und in das Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände gebracht werden. Ende 2020 sollen so alle rund 500 Brennelemente in Castoren eingeschlossen sein.

Rückbau benötigt viel Zeit

Das Kernkraftwerk in Grafenrheinfeld wurde 2015 abgeschaltet.

Die Demontage innerhalb des Reaktorbereichs wird rund 13 Jahre dauern. Da von diesen Arbeiten von außen nichts zu sehen sein wird, will PreussenElektra die Bürger der Region regelmässig über den Fortschritt informieren.
Eine der markantesten Rückbaumaßnahmen wird dagegen sicherlich die Sprengung der beiden riesigen Kühltürme sein. Ein Zeitpunkt dafür ist aber noch nicht festgelegt. Der Rückkbau des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld soll im Jahr 2035 abgeschlossen sein.


Mit dem Rückbau setze man den Auftrag von Politik und Gesellschaft zur Beendigung der Stromerzeugung aus Kernenergie in die Tat um, erklärt PreussenElektra weiter. Die Anlage sei das fünfte Kernkraftwerk, das das Unternehmen zurückbaut.

"Das Wissen und die Erfahrung, die wir dabei gesammelt haben, kommen nun zum Einsatz und helfen uns, auch das anstehende Rückbauprojekt sicher und umweltschonend umzusetzen"

PreussenElektra


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Detlef, Donnerstag, 12.April, 12:43 Uhr

2. Und wohin soll nun der radioaktive Müll?

Da es bis heute keine Endlagerstätte gibt, frage ich mich, wohin nun dieser strahlende Müll kommen soll? Sicherlich wird hierzu das Zwischenlager in Grafenrheinfeld genutzt, das dann auf lange Zeit belegt bleibt, oder sollte ich gleich Endlager dazu sagen?
Man hatte 40 Jahre Zeit, um dieses Problem zu lösen. Was ist von politischer Seite passiert? Nichts außer heiße Luft.
Ich finde es bestürzend, dass man solche Themen nicht dringend angeht, sondern auf die nächste oder übernächste Generation abschiebt.
Ein "weiter so" ist hier sicherlich fehl am Platz

Wolfgang, Donnerstag, 12.April, 12:03 Uhr

1. Warum nich den Standort und einen Teil der Analge zu einem Gaskraftwerk umbauen?

Fachkundiges Personal, der Wasser bau für Kühlwasser vom Main her, Kühlturme, Hochspannungsschaltanlage, Netzzuführung, Turbinenhalle usw.

Da gibt es etlliches was ohne Wirkungsgradverluste weiter genutzt werden könnte.