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Würzburg pics4peace – Kunstaktion gegen Politikverdrossenheit: 1. Workshop

Im Würzburger Rathaus fand zum Auftakt des Kunstprojekts "pics4peace" am 6. Dezember ein Workshop für junge Kunstschaffende statt. Zusammen mit dem Berliner Künstler Winfried Muthesius setzten sich junge Kreative aus Würzburg damit auseinander, wie die Inhalte Demokratie und Frieden in die heutige Kunstsprache übertragen werden können.

Stand: 11.12.2017

Im großen Ratssaal der Stadt Würzburg, vor dem Wandgemälde von Wolfgang Lenz v.l.n.r.: Muchtar Al Ghusain (Kulturreferent), Veronika Genslein (Museum für Franken), die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts; hinten: Pia Beckmann (Initiatorin des Projekts "pics4peace"), 2.v.r. Sybille Linke (Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur), Franziska Fröhlich (Fachbereich Kultur) | Bild: Stadt Würzburg/Claudia Lother

Ziel von "pics4peace" ist es, dass junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren ihr Desinteresse an Politik überwinden und motiviert werden, sich an politischen Prozessen zu beteiligen. Die angehenden Künstler ließen sich im großem Ratssaal vom Wandgemälde von Wolfgang Lenz inspirieren. Das Bild zeigt die 1300-jährige Geschichte der Stadt zeigt und wurde 1987 fertiggestellt.

Kunst mit zeitkritischen Aussagen

Muthesius, selbst Maler, Fotograf und Installationskünstler, stellte den Workshop-Teilnehmern seine eigene Technik, die "pittura oscura" – eine Verbindung von Fotografie und Malerei – vor. Die jungen Kunstschaffenden wurden aufgefordert, sich auf ihre eigene Art und Weise, mit ihren eigenen Ideen und Fundstücken mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft auseinander zu setzen. Die daraus hervorgehenden Arbeiten werden im Frühjahr 2018 im Museum für Franken gezeigt. Bei der Ausstellung werden auch  Muthesius' "Schädelbilder" zu sehen sein, die auf einen Menschen zurückgehen, der mutmaßlich sein Leben durch ein Pogrom verloren hat. Der Workshop fand bereits am 6. Dezember statt.


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