50

30 Prozent Wahlbeteiligung Pfarrgemeinderatswahlen im Bistum Würzburg

Am Sonntag (25.02.18) haben die Gläubigen in 618 Pfarreien der Diözese Würzburg ihre Pfarrgemeinderäte gewählt. Eine Erkenntnis ist, dass es ein großes Gefälle zwischen kleineren und größeren Pfarreien gibt, was die Wahlbeteiligung angeht.

Von: Eberhard Schellenberger

Stand: 26.02.2018

Diözese Würzburg | Bild: Bayerischer Rundfunk 2018

Wie bereits vor vier Jahren liegt die Wahlbeteiligung bei etwa 30 Prozent, was im Bayernvergleich ein relativ hoher Beteiligungsgrad ist. Zurückzuführen ist das vor allem auf die allgemeine Briefwahl.

Hoher Briefwahlanteil

Über 80 Prozent der Pfarreien führten allgemeine Briefwahl durch und brachten die Wahlunterlagen nach Hause. Zwei Drittel der Gewählten sind weiblich. Mehr als ein Viertel der Pfarreien (25,61 Prozent) fanden nicht die von der Satzung vorgeschriebene Zahl von Kandidaten, so dass die Wähler aufgerufen waren, selbst Vorschläge auf den Wahlzettel zu schreiben.

Ländliche Gemeinden vorn dabei

Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung ist die Filiale Sankt Nikolaus in Falkenstein (Landkreis Schweinfurt). Dort gingen 91,49 Prozent der Berechtigten zur Wahl. Bei den Dekanaten führt Schweinfurt-Süd mit einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung von 40 Prozent die Rangliste an. In den städtischen Bereichen wie der Stadtpfarrei Schweinfurt (6,11 Prozent) und den Stadtdekanaten Aschaffenburg (16,23 Prozent) und Würzburg (19,51 Prozent) fiel die Beteiligung deutlich geringer aus. 

Aufgaben und Mitglieder des Pfarrgemeinderats

Der Pfarrgemeinderat ist für das pastorale Leben einer Pfarrei zuständig. Neben den gewählten Mitgliedern und Hauptamtlichen der Pfarrei gehören ihm weitere Personen an, die vom Pfarrer berufen werden können.

Die Kirchenverwaltung als zweites Gremium hat die Aufgabe, die finanziellen und personellen Angelegenheiten der Pfarrei zu regeln. Die Wahl der Kirchenverwaltung findet in Bayern ebenfalls in diesem Jahr am 18. November statt.


50

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Wanda, Sonntag, 04.März, 18:35 Uhr

1. Alibiveranstaltung

Ganze 30 % ? Lächerlich: zeigt doch wohl ganz klar, dass viele diese Wahl als lediglich Alibi-Veranstaltungn bezüglich der Mitwirkung von Laien ansehen und deswegen nicht mitmachen. Die massgeblichen Entscheider sind und bleiben die geistlichen Herren im schwarzen Rock und ihr hierarchischer Stand, aber nicht das Kirchenvolk.
Wie sagte noch der Nazarener "es gibt nur einen Vater und der ist im Himmel - ihr alle aber seid Brüder" (und Schwestern). Wird aber nicht so ernst genommen...