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Parteitag in Aschaffenburg ÖDP wählt den Oberfranken Raabs zum neuen Bundesvorsitzenden

Die ÖDP hat auf dem Bundesparteitag in Aschaffenburg ihren Bundesvorstand neu gewählt: Der Oberfranke Christoph Raabs aus Neustadt bei Coburg steht jetzt an der Spitze der Partei.

Von: Julia Kuhles und Gerhard Brack

Stand: 06.05.2018

Christoph Raabs ist neuer Bundesvorsitzender der ÖDP | Bild: ÖDP/Pablo Ziller

Raabs wurde von 50,9 Prozent der mehr als 175 Delegierten gewählt.

Christoph Raabs ist neuer Bundesvorsitzender der ÖDP | Bild: ÖDP/Pablo Ziller

Der neue Bundesvorsitzende der ÖDP, der Oberfranke Christoph Raabs.

Er ist 45 Jahre alt, verheiratet und selbstständig und Mitglied des Coburger Kreistages. In seiner Freizeit leitet Christoph Raabs leidenschaftlich einen Chor und engagiert sich als Schiedsrichter. Er hatte vier Gegenbewerber. Die bisherige Vorsitzende, Gabriela-Schimmer-Göresz, war zum Jahresbeginn aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Sie will aber die Partei im Frühjahr 2019 in den Europawahlkampf führen.

6.500 Parteimitglieder, ein Europa-Abgeordneter

Die Ökologisch-Demokratische Partei hat eigenen Angaben zufolge rund 6.500 Mitglieder, zwei Drittel davon in Bayern. Die Partei hatte bei der Bundestagswahl 0,3 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen bekommen. Bei der Europawahl 2014 holte sie 0,6 Prozent und hat seitdem einen Abgeordneten im Europaparlament.

Kampf dem konstruierten Schrott

Beschlossen hat die Partei auch den Leitantrag "Kampf dem konstruierten Schrott". Die ÖDP verlangt, dass neue Elektrogeräte künftig eine längere gesetzliche Garantie von fünf Jahren haben müssen. Bislang haften die Elektro-Hersteller nur zwei Jahre lang für Mängel. Auch sollen die Geräte reparaturfreundlicher montiert werden, so dass zum Beispiel Batterien nicht mehr verklebt werden, fordert die ÖDP. Eine entsprechende Unterschriften-Aktionen und Online-Petitionen will die Partei demnächst auf den Weg bringen.


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Strohmeier, Alfred, Montag, 07.Mai, 19:55 Uhr

4. ÖDP Bundesparteitag, Antwort Barbara Sonntag

Eine Stimme fu?r die O?DP ist weder verschenkt noch verloren. Die Stimme fu?r die O?DP ist eine Investition fu?r Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Bewahrung unserer Lebensgrundlagen mit einer hohen Rendite fu?r unsere Kinder, Enkel und alle nachfolgenden Generationen.

Barbara, Sonntag, 06.Mai, 15:07 Uhr

3. Solange die Ökologisch-Demokratische Partei nicht über fünf Prozent kommt,

nützt die Stimme für diese Partei gar nichts. Das ist eine verlorene Stimme bei der Wahl.

  • Antwort von Orchidee, Sonntag, 06.Mai, 21:30 Uhr

    Das ist gerade das Problem: Wenn alle so denken wie Sie, kann man keine 5 Prozent schaffen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus!

  • Antwort von Senior, Sonntag, 06.Mai, 22:38 Uhr

    Warum trauen dann die Wähler nicht dem Ergebnis des Wahlomaten, bei dem die ÖDP immer bei den vorderen Plätzen ist?
    Warum traut man einer linken Wunschdenken-"Umwelt"-Partei mehr zu als einer realitätsnahen bürgerlichen Umweltpartei?

  • Antwort von Inge Ankenbauer-Wild, Montag, 07.Mai, 15:25 Uhr

    Wieviele Menschen mögen wohl so denken? Ich fürchte, es sind sehr viele. Und mal im Ernst, was bringen solch halbherzige Geschenke an irgendeine zweite Wahl? Wie oft höre ich, man muss sich beim Wählen für das geringere Übel entscheiden...
    Ich habe einen Traum: Wenn all die, die sonst ihre Stimme anderen Parteien halbherzig schenken, nur weil jene regelmäßig über 5% erreichen, diesmal ihre Stimme der ÖDP schenken würden - von ganzem Herzeh! -, würde sie leicht den Einzug in den bayerischen Landstag schaffen. Sooo schlecht waren doch die Wahlergebnisse der ÖDP gerade in Bayern auch bisher nicht.
    Aber wenn man weiter lieber halbherzig seine Stimme an andere Pateien verschenkt statt sie mit ganzem Herzen der Partei zu geben, hinter deren Programm man wirklich seht, geht die eigentlich gewünschte Partei eben in mehrfacher Hinsicht leer aus. Das sollte man sich wirklich gut überlegen.

Franz, Sonntag, 06.Mai, 14:43 Uhr

2.

Schön, dass unsere Demokratie auch Exoten zu bieten hat. Nur keine Angst, die tun nix ;-)

ÖDP-Wählerin , Sonntag, 06.Mai, 09:43 Uhr

1. Die ÖDP hat auf dem Bundesparteitag

Die ÖDP ist in Deutschland die einzige solide echte grüne Partei ohne Kommunisten und ohne Linksextremisten und ohne Verbindungen zu der Antifa.

  • Antwort von Bruno , Sonntag, 06.Mai, 11:26 Uhr

    Warum ich statt Die Grünen lieber die ÖDP wähle? Weil Die Grünen gegen AKWs sind aber nicht gegen Atomwaffen in Deutschland. Obwohl Deutschland im Jahr 1974 den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat, in dem sie auf Atomwaffen, die Verfügungsgewalt darüber und deren Einsatz verzichtet, trainieren deutsche Piloten und Tornado-Kampfbomber auch für den Abwurf von [US-]Atomwaffen im Einsatz. Schätzungen zufolge werden allein 20 amerikanische Atomsprengköpfe auf dem Bundeswehrstützpunkt im rheinland-pfälzischen Büchel in der Eifel aufbewahrt. Die Bomben des Typs B61 - jede einzelne davon soll eine mehr als zehnmal so starke Sprengkraft aufweisen wie die Hiroshima-Bombe - sollen für geschätzte sechs Milliarden US-Dollar "modernisiert" werden. Nach 2020 soll die Bombe vom Typ B61-12 in Serienfertigung gehen und auch in Büchel gelagert werden.