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Schweinfurt Nach Konflikt in Erstaufnahme – Mutmaßlicher Flaschenwerfer in U-Haft

Nach dem Großeinsatz am Dienstag in der Schweinfurter Erstaufnahmeeinrichtung befindet sich inzwischen ein 28-jähriger Asylbewerber in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, eine Flasche in Richtung der Einsatzkräfte geworfen zu haben. Zehn weitere Bewohner der Unterkunft befinden sich auf richterliche Anordnung in verlängertem Gewahrsam.

Stand: 21.06.2018

Polizeieinsatz am 19.06.2018 in der Erstaufnahmeeinrichtung in Schweinfurt | Bild: News5

Am Dienstag war es auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung am Kasernenweg zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. In dessen Verlauf kam es zu Situationen, bei denen aus einer größeren Gruppe von Bewohnern heraus zum Beispiel eine gefüllte PET-Flasche in Richtung der Einsatzkräfte geworfen oder Beamte tätlich angegriffen wurden. Die Ordnungshüter setzten daraufhin vereinzelt Pfefferspray ein, um weitere Übergriffe zu verhindern. Während des Einsatzes wurde eine Bewohnerin leicht verletzt. Polizisten kamen nicht zu Schaden.

Polizei kann Flaschenwerfer ermitteln

Insgesamt elf Personen wurden vorläufig festgenommen, darunter auch der 28-jährige, mutmaßliche Flaschenwerfer. Der Mann stammt von der Elfenbeinküste. Er wurde am Mittwoch auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehl wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und versuchter gefährlicher Körperverletzung erließ.

Zehn Bewohner der Unterkunft bleiben für drei Wochen in Gewahrsam

Gegen die übrigen zehn Festgenommenen – neun Männer und eine Frau – laufen weitere Ermittlungsverfahren. Sie wurden ebenfalls Richtern beim Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt. Diese ordneten an, dass die Frau und die neun Männer auf Grundlage des Polizeiaufgabengesetzes zur Gefahrenabwehr für weitere drei Wochen in Gewahrsam bleiben. Dies sei unter anderem deshalb notwendig, um eine erneute Beteiligung der Betroffenen an gleichartigen Vorfällen zu verhindern.


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