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Untersuchungsergebnisse stehen fest Landkreis Kitzingen: zu viel Nitrat im Grundwasser

Deutlich erhöhte Nitratwerte im Grundwasser stellt der der VSR-Gewässerschutz für den Landkreis Kitzingen fest. Die Proben wurden im Mai genommen. Bei mehr als 40 Prozent liegen die Ergebnisse oberhalb des Grenzwertes.

Von: Sascha Hack

Stand: 21.06.2018

Trinkwasseruntersuchung im Labor | Bild: picture-alliance/dpa

Deutlich erhöhte Nitratwerte im Grundwasser hat der VSR-Gewässerschutz bei den Brunnenwasserproben festgestellt, die im Rahmen seiner Informationsveranstaltungen am 8. Mai in Kitzingen abgegeben wurden. Das geht aus einer am Donnerstag (21.06.18) veröffentlichten Pressemeldung hervor.

Wasserproben im Lkr. Kitzingen: mehr als 40 Prozent stark mit Nitrat belastet

In über 40 Prozent der untersuchten Proben habe die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter gelegen. Insgesamt 86 Wasserproben aus privat genutzten Brunnen wurden untersucht. Als Grund für die hohen Belastungen sieht der VSR-Gewässerschutz die intensive Landwirtschaft. Diese habe sich in den letzten zehn Jahren immer weiter ausgebreitet.

Gewässerschützer sehen Landwirtschaft als Hauptfaktor

Der VSR-Gewässerschutz rät Gemeinden, Landkreisen und Kirchengemeinden, ihre landwirtschaftlichen Flächen nur noch ökologisch bewirtschaften zu lassen. Die Mitarbeiter von VSR fanden bei den Untersuchungen beispielsweise in einem privat genutzten Brunnen in Enheim 162 Milligramm Nitrat pro Liter. Weitere stark belastete Brunnen stellten die Umweltschützer in Ippesheim mit 118 mg/l, Wässerndorf mit 93, in Tiefenstockheim mit 95 mg/l ioder auch in Sickershausen mit 85 mg/l fest.

Warnung: Nitrat-Wasser nicht mehr zum Trinken geeignet

Das Wasser ist nicht mehr zum Trinken geeignet. Besonders wichtig ist außerdem, dass derart belastetes Wasser nicht zum Befüllen eines Fischteichs genutzt wird. Es bestehe die Gefahr, dass es zur Massenvermehrung von Algen kommt. Abgestorbene Pflanzen könnten anschließend zu Fischsterben führen.


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Raymond, Freitag, 22.Juni, 07:39 Uhr

1. wie lange ist das schon bekannt ?

das Merkel Denken ist ueberall , offenbar !...getan wird nichts ....warten ? auf was , und wen ?
wie lange ist dieses Nitrat Problem bekannt 10 Jahre ? vermutlich schon viel laenger ...