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Umstrittenes Projekt Bürgerentscheid zum Main Hotel Volkach

Darf in Volkach am Mainufer ein Hotel auf Stelzen errichtet werden - JA oder NEIN? In dieser Frage kommt es nun zum Bürgerentscheid.

Von: Jürgen Gläser

Stand: 13.03.2018

Der Stadtrat von Volkach hat mit 18 zu 1 Stimmen ein Ratsbegehren beschlossen - und damit den Weg für ein Bürgerentscheid. Auch ein Termin steht schon fest. Die Volkacher sollen am 14.Oktober, den Tag der Landtagswahl, über das Hotel am Mainufer entscheiden. Im Ratsbegehren wird es heißen: "Sind sie dafür, dass die Stadt Volkach einem Investor die Flächen für die Errichtung eines Hotels am Mainufer zur Verfügung stellt?"

Geplantes Hotel auf Stelzen stößt auf Kritik

Der Hotelier Ralf Düker, dem in Volkach das Romantikhotel zur Schwane gehört, will am Mainufer ein zweigeschossiges Hotel auf Betonstelzen bauen. Bei Hochwasser wäre das Hotel über einen Steg erreichbar. Volkacher Bürger haben einen Verein gegründet, der das Hotel am Mainufer verhindern will. Bereits Mitte Februar wurden Volkachs Bürgermeister Kornell fast 800 Unterschriften überreicht - gegen das Hotel am Mainufer.

"Jetzt soll der Bürger entscheiden, was für Volkach gut ist."

 Bürgermeister Peter Kornell

Unterdessen war Spatenstich für den Bau eines Weinhotels in Volkach. Es entsteht an den Erlachhöfen und wird 103 Zimmer haben. Die Kette "Sonnen-Hotels" wird dieses Wein-Themen-Hotel in Volkach künftig betreiben. Das Unternehmen hat bereits elf Hotels in Deutschland und Österreich. 


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Heinz Barth, Montag, 19.März, 14:12 Uhr

5. Hotel am Main in Volkach

Ich bin entsetzt, dass so eine Planung überhaupt ins Auge gefasst wird. Hoffe nur, dass sich die Bürger in Volkach wehren. Volkachs Trumpf ist die Natur und nicht Betonbauten, die kann man sich in den Großstädten rund um den Main anschauen. Was mich noch mehr verwundert, der Bauherr, der dies anstrebt. Ein bekannter Winzer und Hotelbesitzer. Ob man den Naturfrevel noch durch Weinkauf und Übernachtungen unterstützen soll ist echt in Zweifel zu ziehen. Für den aufklärenden Bericht in Quer kann ich mich nur bednaken.

Katharina Klink, Sonntag, 18.März, 16:03 Uhr

4. Ist das eine Tiefgarage auf Stelzen?

Ich muss mich immer wieder wundern was Architekten planen und wie geschmacklos gebaut wird.Über die "Baussünden" der Sechziger und Siebziger regen sich alle auf. Aber anstelle es anders oder besser zu machen wird heute noch viel furchtbarer gestaltet. Klötzchen, Würfel, Metall, Glas... Alles gradlinig, ohne Rundungen, kalt, BLOS keine Dächer mehr!, schmale, hässliche Fenster, alles einheitlich, ... hässlich. Ich arbeite in einem Haus der Diakonie, es wurde erst vor kurzem renoviert.
Der Archtekt legte bei der Wiedereröffnung nach dem Umbau großen Wert darauf das "keine Blumen herumstehen". Und auch sonst nichts zu sehen ist, was irgendwie mitgebracht wurde von den Mitarbeitern (die dort jeden Tag arbeiten...). Nichts Warmes, nichts Buntes -nichts was ablenken könne, von seinem "bewusst spartanisch gewählten Stil". Und das in einem Haus für alte Menschen, Kinder, Leute die Hilfe suchen... Unverständlich. Genauso passt dieser Flachdachbetonklotz auf dem Bild in ein Naturschutzgebiet.

IWaSa, Samstag, 17.März, 18:07 Uhr

3. dubiose Gebäude

Volkachs Bürgermeister Kornell möchte einen Hotelbau unterstützen: Das Hotel soll auf Stelzen im Außenbereich am Mainufer, im Überschwemmungsgebiet, im Landschaftsschutzgebiet gebaut werden. Es gibt bisher keinen gültigen Bebauungsplan dafür, und den sollte es in Zukunft auch nicht geben. Es gibt aber ein negatives Beispiel im Fichtelgebirge: Der Hotelbau bei Weißenstadt, direkt am See. Ich frage daher: Warum soll die Landschaft an der Volkacher Mainschleife verunstaltet werden? Selbst wenn die Stadt Volkach finanziell knapp bei Kasse ist, rechtfertigt das nicht den Verkauf städtischer Grundstücke für solche Projekte. Etwas anderes ist zusätzlich sehr merkwürdig: Wieso werden in Volkach Gebäude auf landwirtschaftlichen Flächen ohne gültigen Bebauungsplan genehmigt? Werden die Gebäude irgendwie landwirtschaftlich genutzt? Gibt es weitere Begehrlichkeiten von Investoren an volkacher Grundstücken?

Wolfgang, Dienstag, 13.März, 14:19 Uhr

2. Braucht Volkach ein weiteres Hotel?

Kommen die Volkacher Gastronomen ohne auswärtiges Personal aus? Haben die KFZ-Pendler aus 10, 30 oder 50km Entfernung oder gar Sasionkräfte von weither?

Wenn ja, warum mehr Arbeitsplätze als für die unmittelbaren örtlichen Bewohner gebraucht werden?

Wolfgang, Dienstag, 13.März, 14:05 Uhr

1. Warum nicht aber..... nicht nur 2-geschossig!

Flächen am Fluß sind knapp, als flächensparend höher bauen.

Historisch im Stadtzentrum von Volkach, Nördlingen, Bamberg, im Bamberg auch auf der Brücke und in "klein-Venedig" auch mit bis zu 5 Etagen unter dem Satteldach.
Ebenso die Kräberbrücke in Erfurt, drei Vollgeschosse plus Dachausbau!

Schön wäre es auch statt nur Hotel auf Stelzen nach Abklärung mit dem Wasserwirtschaftsamt ( Brückenbogen, Hochwasserströmungsquerschnitt ) eine neue Krämerbrücke damit zu verbinden. Sei es nur Baustil wie in Bamberg oder als Fuß- und Radwegbrücke über den Main weitergeführt. dort natürlich die schiffahrtstechnishce Mindesspannweite.

Man schaue wie schön in Krakau, Breslau, Hirschberg Lebork usw. dort alt restauriert wurde oder stylistisch neu ergänzt.

Bitte dort keine Lego-Klötzchen-Architektur. Warum wird das oft so gemacht?

Ein Modell aus Pappe und Transparentfolie im Bauhausstil lässt sich für den Wettbewerb leichter basteln als ein neues Plönlein oder Knochenhauser-Amtshaus....