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Datenverarbeitung Würzburger Physikern gelingt Durchbruch im Bereich der Quanten-Optik

Würzburger Physikern ist ein Durchbruch im Bereich der Quanten-Optik gelungen. Gemeinsam mit einem britischen Forscherteam konnten sie erstmals in einem Versuch ein Photon kontrollieren. Damit werden Computer möglich, die mit Photonen blitzschnell Informationen verarbeiten.

Von: Carol Lupu

Stand: 10.03.2018

Photon (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Die Quantentechnologie wird unsere Kommunikation und Informationsverarbeitung revolutionieren. Forschern der Uni Würzburg ist nun ein viel beachteter Durchbruch auf dem Gebiet der Quanten-Optik gelungen. Der Nanophysiker Bert Hecht und sein Team brachte die Bewegung und den Zustand von Photonen unter Kontrolle. Die Veränderung von Atomen und Photonen galt bislang in der Quantenphysik als kaum kontrollierbar und dem Faktor Zufall überlassen.

Raffinierter Versuchsaufbau

Ein Photon, das ist ein Lichtteilchen. Es entsteht, wenn ein Molekül oder Quantenteilchen elektrisch geladen wird und anschließend wieder in einen niederenergetischen Zustand zurückkehrt. Die Forscher sprechen dann von Spontaner Emission. Da die Lichtteilchen nicht einfach zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehren, kann dieser Vorgang eigentlich nicht rückgängig gemacht werden. In einem aufwendigen Versuch, ist den Würzburger Wissenschaftlern aber genau das gelungen. So können die bisher unkontrollierbar bewegten Teilchen gebändigt werden.

Zukunftsvisionen

Dieses Wissen wird in Zukunft praktische Anwendung finden. So zum Beispiel in neuen optischen Quantencomputern, die mit Hilfe von Photonen blitzschnell und vielfältig Informationen vermitteln können. Bis es soweit jedoch ist, können aber noch 30 Jahre vergehen meinen die Forscher.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat das deutsch-britische Projekt mit 1,5 Millionen Euro gefördert.


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Wolfgang, Donnerstag, 08.März, 08:48 Uhr

1. "Ultraschnelle" Computer mit Quantenzuständen, man muß ja Gelder begründen.

Auch die extrem vielen Quanten oder Photonen für ultraschnelle parallele Datenverarbeitung müssen erzeugt, verknüpft, gespeichert und wieder gelesen werden.....

Von daher gibt es auch Grenzen des Möglichen.

Und Licht "bändigen", inklusive zur Quelle zurück, das machen die Optiker oder Spiegelmacher des Spessart schon seit Jahrhunderten....