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Blaualgen-Alarm Badeverbot für Kleidersee bei Augsfeld

Eine hohe Blaualgen-Konzentration im Kleidersee bei Augsfeld bedroht den Badespaß. Das Gesundheitsamt des Landkreises Haßberge sperrt vorerst den See für den Badebetrieb.

Stand: 06.07.2018

See (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Das Gesundheitsamt im Landkreis Haßberge sperrt den Kleidersee für den Badebetrieb. Grund dafür ist eine hohe Blaualgen-Konzentration. Hinweisschilder sind bereits am See aufgestellt. Proben des Sees gehen an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Blaualgen in Seen

Blaualgen erkennt man an grünlichen Schlieren und Algenteppichen, die an der Wasseroberfläche schwimmen. Die Algen entstehen im Sommer bei hohen Wassertemperaturen in Seen und Teichen und kommen vor allem in nährstoffreichen Gewässern vor. Gründe dafür kann fehlende Bewegung des Wassers oder starke Düngung mit Nitrat in der Umgebung sein. Die Blaualgen senken die Wasserqualität.

Hautreizungen, Übelkeit und Atemnot

Blaualgen können große Mengen an Giften bilden, die für Fische und Haustiere lebensgefährlich wirken können. Bei Kontakt mit Blaualgen können bei Menschen Reizungen der Haut, der Schleimhaut und der Augen auftreten. Auch zu Ohrenschmerzen kann es kommen. Das Verschlucken des Wassers kann zu Übelkeit, Durchfall sowie Erbrechen führen. Bei Auftreten dieser Symptome wird geraten, einen Arzt aufzusuchen. Im schlimmsten Fall kann es zu akuter Atemnot kommen.

Schlechte Sicht weist auf Blaualgen hin

Wer sich bei einem See nicht sicher ist, für den hat das Bundesumweltamt folgenden Tipp: Langsam ins Wasser gehen, ohne Schlamm aufzuwirbeln. Wenn man knietief im Wasser steht und seine Füße erkennen kann, der ist auf der sicheren Seite. Ist die Sicht stark eingeschränkt, sollte man vorsichtig sein.


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