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Engagement für ein Sterben in Würde 25 Jahre Hospizgruppe Aschaffenburg

Seit 25 Jahren setzen sich die Ehrenamtlichen der Hospizgruppe Aschaffenburg für die Begleitung von Sterbenden ein. Statt eines Festakts gibt es das gesamte Jahr über Veranstaltungen - heute zum Beispiel einen Vortrag über "Die sieben Geheimnisse des guten Sterbens".

Von: Katrin Küx

Stand: 16.05.2018

Symbolbild Begleitung Sterbender | Bild: picture-alliance/dpa

"Wir haben uns bewusst gegen eine Feierstunde mit Grußworten entscheiden, sondern laden das ganze Jahr über zu Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte oder auch Kabarett ein", so beschreibt Steffen Naumann von der Hospizgruppe Aschaffenburg das Konzept des Jubiläumsjahrs. Der Verein feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen - und hat eine beachtliche Entwicklung hinter sich:

"Wir haben 1993 mit knapp 10 Personen in Aschaffenburg angefangen, inzwischen haben wir 345 Mitglieder, davon sind 124 aktive Hospizbegleiter."

Steffen Naumann, Hospizgruppe Aschaffenburg e. V.

Palliativstation des Aschaffenburger Klinikums als Meilenstein

Als Meilensteine der Hospizarbeit in Stadt und Landkreis Aschaffenburg nennt Naumann die Mitarbeit am Aufbau einer Palliativstation am Aschaffenburger Klinikum. Vor gut zehn Jahren wurde die Palliativstation eingeweiht. Seit fünf Jahren gibt es eine ambulante Palliativversorgung, die sich auch auf den Landkreis Miltenberg erstreckt und die es ermöglicht, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen zu Hause betreut werden.

Vortrag zu den "Geheimnissen des guten Sterbens"

Am Mittwochabend (16.05.18) lädt die Hospizgruppe zu einem Vortrag im Fortbildungszentrum der AOK Aschaffenburg. Thema sind "Die sieben Geheimnisse des guten Sterbens", Referentin ist Dorothea Mihm. Sie ist "PalliativeCare-Krankenschwester" und widmet ihr Leben der Aufgabe, Menschen ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Von den ersten Anfängen an begleitete Dorothea Mihm die Entwicklung der Palliativmedizin und kam Sterbenden in ihren letzten Tagen und Stunden so nah wie nur wenige Menschen. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt vier Euro.

Etwa 80.000 ehrenamtliche Begleiter in der deutschen Hospizbewegung

Rund 80.000 ehrenamtliche Hospizbegleiter engagieren sich aktuell in der Hospizbewegung in Deutschland. Die bundesweit erste Palliativstation eröffnete 1983 in Köln. 1985 wurde der erste regionale Hospizverein in München gegründet. Im Jahr 2016 gab es insgesamt 235 stationäre Hospize, 304 Palliativstationen und 1.500 ambulante Hospizdienste in Deutschland.


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